Letztes Update am Mo, 11.02.2019 12:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Papamonat: Mehr als 7.000 Väter nahmen 2018 Auszeit nach der Geburt



Wien (APA) - Bei weitem noch nicht die Regeln, sondern eher die Ausnahme ist der Papamonat: Im Vorjahr wurde die 31-tägige Familien-Auszeit in mehr als 7.000 Fällen - genau 7.338 mit Stand September - genützt. Das sind keine zehn Prozent gemessen an rund 90.000 Geburten. Es waren allerdings schon sehr viel mehr als 2017, wo nur 642 Menschen den damals neuen Familienzeitbonus nützten.

Drei dieser 642 waren Frauen (für 2018 gibt es noch keine genauen Angaben). Denn prinzipiell haben laut Familienzeitbonusgesetz zwar nur Väter einen Anspruch - aber „eine Frau, die gemäß § 144 des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches, Elternteil ist, gilt als Vater im Sinne dieses Gesetzes“. Das sind laut den Erläuterungen gleichgeschlechtliche Adoptiv- oder Dauerpflegemütter, „die sich in der Situation eines Adoptiv- oder Dauerpflegevaters befinden“. Bei gleichgeschlechtlichen Vätern hat nur einer der Väter Anspruch auf den Bonus.

Der Familienzeitbonus wurde mit 1. März 2017 eingeführt. Väter können 31 Tage zu Hause bleiben und 700 Euro Kindergeld beziehen, sofern der Arbeitgeber zustimmt.

( 0185-19)




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