Letztes Update am Mo, 11.02.2019 12:41

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steuerreform - Fuchs für Aus des 55-prozentigen Spitzensteuersatzes



Feldkirchen bei Graz (APA) - Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ) hat dafür plädiert, den 55-prozentigen Spitzensteuersatz auslaufen zu lassen. Während Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) den befristet eingeführten Steuersatz für Top-Verdiener über 2020 hinaus verlängern will, meinte Fuchs am Montag, dies wäre ein schlechtes Signal für den Standort. Die Körperschaftsteuer für Unternehmen soll über 20 Prozent bleiben.

Fuchs hat am Montag bei seiner „Fairnesstour“ durch Österreich am Flughafen Graz Halt gemacht und die Steuerreform-Pläne der Koalition dargelegt. Was die ab 2021 geplante Lohnsteuerreform angeht, betonte der FP-Politiker auf APA-Nachfrage, dass die zuletzt kolportierte Senkung der untersten drei Tarifstufen auf 20, 30 und 40 Prozent keineswegs in Stein gemeißelt sei. Es handle sich dabei um „Zahlen aus dem ÖVP-Wahlprogramm“.

Fuchs versicherte aber, dass die unteren drei Stufen jedenfalls reduziert werden, die oberen sollen bestehen bleiben. Über den Spitzensteuersatz von 55 Prozent ab einer Million Euro Jahreseinkommen werde noch gesprochen. Er ist eigentlich befristet und läuft 2020 aus, soll laut Finanzminister Löger aber verlängert werden. „Eine Verlängerung wäre ein schlechtes Signal für den Wirtschaftsstandort“, meinte Fuchs dazu und plädierte für ein Auslaufenlassen. Damit würden auch Top-Verdiener wieder mit dem „normalen“ Spitzensteuersatz von 50 Prozent besteuert werden. Der 55-prozentige Spitzensteuersatz traf mit Stand 2014 exakt 358 Personen und brachte rund 50 Mio. Euro.

Bezüglich der Körperschaftssteuer wies Fuchs das Drängen der Wirtschaftskammer auf eine Senkung von 25 auf 19 Prozent zurück. Fuchs schloss einen „Einser davor aus“: „Es werden unter 25 Prozent, aber sicher über 20 Prozent sein.“ 19 Prozent seien „reines Wunschdenken“, so der Staatssekretär.

~ WEB http://www.fpoe.at ~ APA228 2019-02-11/12:36




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