Letztes Update am Mo, 11.02.2019 18:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


IS-Kämpfer leisten in letzter syrischer Bastion erbitterte Gegenwehr



Deir ez-Zor (Deir al-Zor) (APA/AFP) - Die von den USA unterstützte Rebellenoffensive gegen die letzte Bastion der IS-Miliz in der nahe der irakischen Grenze im Südosten von Syrien ist am Montag weiter auf erbitterte Gegenwehr gestoßen. Die Jihadisten hätten am Morgen von ihrem Unterschlupf im Dorf Baghouz, östlich der Provinzstadt Deir ez-Zor, eine Gegenoffensive gestartet, sagte der Sprecher der Rebellenallianz SDF, Mustafa Bali.

Erschwert werde die Lage dadurch, dass die IS-Kämpfer „Dutzende von SDF-Geiseln“ in ihrer Gewalt hätten. Bali dementierte Berichte, denen zufolge SDF-Kämpfer hingerichtet worden seien. Über Baghouz stieg am Montag schwarzer Rauch auf, Explosionen und Gefechtslärm waren kilometerweit zu hören, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Die SDF-Kämpfer wurden bei ihrem Vormarsch auf die IS-Bastion von Luftangriffen der US-geführten Allianz unterstützt.

Das von den USA unterstützte kurdisch-arabische SDF-Bündnis hatte am Samstag seine Offensive gegen das letzte IS-Rückzugsgebiet in Syrien gestartet. Es sprach von einer „Entscheidungsschlacht“, in der die IS-Miliz endgültig besiegt werden solle. Etwa 500-600 Kämpfer werden dort vermutet.

Vom früheren „Kalifat“ des Islamischen Staats (IS) im Osten Syriens ist nur noch die kleine Bastion um das Dorf Baghouz übrig geblieben. Dort halten die IS-Kämpfer ein etwa vier Quadratkilometer großes Gebiet, das bis an die Grenze zum Irak reicht. Frühere Versuche der SDF zur Rückeroberung waren gescheitert.

(Alternative Schreibweise: Baghus)




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