Letztes Update am Mo, 11.02.2019 18:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski-WM: Hadalin gewann als zweiter Slowene nach Kunc WM-Medaille



~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA414 ist im zweiten Satz des Leads das Wort „Bronze“ zu streichen. --------------------------------------------------------------------- ~ Aare (APA) - Stefan Hadalin hat die erst zweite Medaille für die slowenischen Ski-Herren bei Ski-Weltmeisterschaften gewonnen - und die erste in Silber. Der 23-Jährige holte die Medaille in Aare am Montag in der Alpinen Kombination, danach hatte er Tränen in den Augen. „Es ist ein großartiges Gefühl, ich kann es kaum beschreiben und genieße den Moment“, sagte Hadalin.

Bei den Damen hat alleine Tina Maze eine beachtliche Kollektion an Edelmetall für Slowenien angehäuft, das 1991 seine Unabhängigkeit von Jugoslawien erlangt hatte. Am Sonntag verteidigte Ilka Stuhec in Aare erfolgreich ihren WM-Titel in der Abfahrt. Bei den Männern hatte vor Hadalin allerdings nur einer angeschrieben: Mitja Kunc gewann 2001 im WM-Slalom von St. Anton Bronze hinter dem ÖSV-Duo Mario Matt und Benjamin Raich.

Ein großer Vorteil für Hadalin war seine Startnummer eins im Slalom, mit der er die Bestzeit in den spurigen Schnee setzte. Vor zwei Jahren in St. Moritz war Luca Aerni mit der ersten Startnummer im Kombi-Slalom sogar zu Gold gefahren, vor vier Jahren war Marcel Hirscher in Vail/Beaver Creek das gleiche Kunststück gelungen.

„Die Bedingungen war ziemlich schwierig - sehr aggressiver Schnee oben, unten war es anders. Aber ich habe meine Nummer eins gut genutzt“, meinte Hadalin anschließend. Kurz vor dem Ziel sei er „ein bisschen nervös“ gewesen. „Ich hatte viele, viele Emotionen“.

Im Weltcup war der Technik-Spezialist noch nie über Platz acht hinausgekommen. Diese Platzierung schaffte Hadalin am 20. Dezember 2018 im Slalom von Saalbach. Bei der WM in Schweden steht Slowenien dank ihm nach sechs von elf Entscheidungen mit je einmal Gold und Silber auf dem dritten Platz - ex aequo mit Frankreich und Italien, und vor Österreich.




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