Letztes Update am Mo, 11.02.2019 19:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutscher Wirtschaftsminister berät mit USA über Flüssigerdgas-Import



Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier berät am Dienstag mit US-Vertretern über Möglichkeiten eines stärkeren Imports von Flüssig-Erdgas aus den USA. Zu einer Konferenz in Berlin wird unter anderem der stellvertretende US-Energieminister Dan Brouillette erwartet, daneben deutsche und amerikanische Unternehmen sowie Fachverbände.

Die USA wollen mehr Flüssig-Erdgas nach Europa importieren. Im Gegenzug zum vorläufigen Verzicht auf höhere US-Zölle auf Autos hatte zudem EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im vorigen Sommer US-Präsident Donald Trump unter anderem zugesagt, dass die EU den Import von Flüssiggas aus den USA erleichtern wolle.

Das US-Flüssig-Erdgas gilt aber bisher noch als zu teuer und nicht wettbewerbsfähig. In Deutschland wird aus Sicht auch Altmaiers in einer Übergangszeit künftig mehr Gas zur Energieversorgung benötigt. Deutschland steigt bis Ende 2022 aus der Kernenergie aus und will schrittweise auch aus dem Kohlestrom aussteigen.

In Deutschland ist mit staatlicher Förderung der Bau eines ersten LNG-Terminal geplant. Interesse bekundet haben Stade, Wilhelmshaven, Brunsbüttel und Rostock. Der zusätzlichen Gasversorgung dienen soll auch die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland, die von den USA äußerst kritisch gesehen wird.




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