Letztes Update am Di, 12.02.2019 10:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung mit Gewinnen



Frankfurt am Main (APA) - Europas Börse haben am Dienstagvormittag fester tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.05 Uhr mit plus 0,86 Prozent oder 27,21 Punkte bei 3.192,82 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg 1,17 Prozent oder 128,53 Zähler auf 11.143,12 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,52 Prozent oder 37,27 Einheiten auf 7.166,38 Punkte.

Weltweit liegen die Hoffnungen auf den Gesprächen zwischen den USA und China zur Beilegung des Handelskonflikts. In der zweiten Wochenhälfte treffen sich Top-Vertreter der beiden Volkswirtschaften, um einen weiteren Aufschub neuer Zölle zu erreichen. Die Vorgaben aus Asien waren vor diesem Hintergrund deutlich positiv ausgefallen.

In Europa bleibt weiterhin der Brexit ein entscheidendes Thema. Die britische Premierministerin Theresa May wird am Dienstag (etwa ab 13.30 MEZ) eine Erklärung im Parlament über den Stand der Brexit-Verhandlungen abgeben. Am Donnerstag sollen die Abgeordneten im Unterhaus dann über weitere Schritte im Brexit-Prozess abstimmen.

Weder aus Europa noch aus den USA werden wichtige Konjunkturdaten erwartet. Für Kursbewegungen sorgten jedoch Zahlenvorlagen und Einschätzungen von Analysten dazu.

Überraschend starke Ergebnisse von Michelin haben am Dienstag den gesamten europäischen Autosektor nach oben getrieben. Die Papiere des Reifenherstellers schnellten um fast 10 Prozent nach oben auf den höchsten Kurs seit Mitte Oktober. In ihrem Fahrwasser gewannen Valeo in Paris 3,8 Prozent, Faurecia 5,1 Prozent und Peugeot 3,2 Prozent. Am deutschen Markt reagierten mit Continental, Leoni und Hella weitere Aktien aus der Branche der Zulieferer mit Kursgewinnen.

Die Aktien von Kering rutschten im frühen Handel an die letzte Stelle im Leitindex für die Eurozone. Trotz lobender Worte von Analysten zu den Zahlen von Kering ist der Kurs um 3,39 Prozent gefallen. Der Ausblick des Luxusgüterkonzerns verweist auf zahlreiche Unwägbarkeiten wie konjunkturelle und geopolitische Risiken, Handelskonflikte und Wechselkurse. Ein Händler wies zudem darauf hin, dass die Aktie seit dem Tief von Ende Oktober um fast 100 Euro oder nahezu 30 Prozent gestiegen sei: „Anleger sind also mit deutlich höheren Erwartungen in die Veröffentlichung der Zahlen gegangen“, sagte er.

An die Spitze des Euro-Stoxx-50 setzten sich unterdessen die Anteilsscheine von Fresenius. Analysten von der Deutschen Bank gehen davon aus, dass der Medizinkonzern das Jahr 2018 in robuster Verfassung beendet haben wird und rät mit einem Kurziel von 65 Euro weiter zum Kauf. Die Fresenius-Werte verteuerten sich um 3,92 Prozent auf 47,43 Euro.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA117 2019-02-12/10:16




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