Letztes Update am Di, 12.02.2019 13:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nordische Ski-WM: Sicherheitskonzept sieht rund 400 Polizisten vor



Seefeld (APA) - Rund 400 Polizisten werden bei den am 19. Februar startenden Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld in Tirol im Einsatz sein. Dies kündigten die Sicherheitsverantwortlichen am Dienstag bei einer Pressekonferenz an. Zudem werden rund 150 Securitymitarbeiter etwa am Bahnhof in Seefeld Dienst versehen. Das Sicherheitskonzept umfasse ca. 400 Seiten, im Oktober habe man mit der Planung begonnen.

„Dialog und Deeskalation stehen im Zentrum“, meinte Einsatzkommandant Erich Lettenbichler über das Sicherheitskonzept. Er erwarte sich während der Wettkämpfe eine „kompetente und freundliche Polizei“, ähnlich wie bei der Rad-WM. Derzeit gehe man jedenfalls nicht von einem „erhöhten Gefahrenpotenzial“ aus, sagte Landespolizeidirektor-Stellvertreter Edelbert Kohler.

Hauptaugenmerk lege man auf Vorkehrungen, damit etwa Waffen nicht in das Veranstaltungsgelände gelangen. Auch Personenschutz wird an der Tagesordnung stehen, zumal sich laut Kohler Mitglieder eines Königshauses und weitere Promis angekündigt haben.

Auch auf Videoüberwachung setzt man, wofür Polizei-Kollegen aus Wien anreisen. Weiters werden die Tribünenbereiche während der WM von Spezialkräften durchsucht, wie der Bezirkspolizeikommandant von Innsbruck-Land, Gerhard Niederwieser, erläuterte. Im Fokus stünden insgesamt die Sprunganlagen und die Loipen, ergänzte er. Die Loipen seien auch als „Sicherheitsbereich“ ausgewiesen, erklärte Josef Schreier, Bezirkshauptmann-Stellvertreter der BH-Innsbruck. Das erleichtere der Polizei „auf Störaktionen zu reagieren“, merkte er an.

Neben dem Sicherheits- existiert auch ein Verkehrskonzept. Ein Shuttle-System soll beispielsweise Probleme bei der Individual-Anreise abfedern. Auch Sperren im Ortsgebiet werden nicht ausbleiben. Die Zufahrt der Gäste zu den Unterkünften könne man aber dennoch gewährleisten, versprach Niederwieser.

Christian Scherer, Organisationsdirektor, streute der Polizei angesichts der Sicherheits- und Verkehrsüberlegungen schon vor dem Beginn der WM Rosen. „Wir freuen uns, dass wir auf den reichen Erfahrungsschatz der Polizei zurückgreifen können, den sie sich unter anderem im Rahmen der Rad-WM erarbeitet haben“, meinte dieser. Die Rad-WM sei von der Polizei überaus gut begleitet worden. Bei den am Podium Versammelten blieb der Wunsch, dass es vor allem ein sportliches Ereignis ohne Zwischenfälle sein werde.




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