Letztes Update am Di, 12.02.2019 13:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zu Mittag noch etwas fester



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Börsen konnten am Dienstag im Verlauf ihre Gewinne noch etwas ausweiten. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 28,85 Einheiten oder 0,91 Prozent auf 3.194,46 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.45 Uhr mit 11.156,23 Punkten und plus 141,64 Einheiten oder 1,29 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gewann um 18,87 Zähler oder 0,26 Prozent und steht nun bei 7.147,98 Stellen.

Für eine positive Grundstimmung sorgten Gespräche zwischen den USA und China zur Beilegung des Handelskonflikts in der zweiten Hälfte dieser Woche. Darüber hinaus hatte sich ein Kompromiss im Streit um das US-Budget abgezeichnet. Die Vorgaben aus Asien fielen vor diesem Hintergrund positiv aus und verliehen den europäischen Börsen Schwung.

In Europa standen die jüngsten Entwicklungen um den Brexit im Zentrum. Im Verlauf wurde eine Erklärung der britischen Premierministerin Theresa May erwartet. Am Donnerstag soll im britischen Parlament erneut über die nächsten Schritte im Brexit abgestimmt werden. Konjunkturdaten bleiben unterdessen heute aus. Für Bewegung sorgten jedoch Zahlenvorlagen.

Überraschend starke Ergebnisse von Michelin stützten den gesamten europäischen Autosektor. Die Aktien des Reifenherstellers tendierten mit einem satten Aufschlag von 11,56 Prozent und erreichten damit den höchsten Stand seit Oktober. In ihrem Sog kletterte der Branchenindex deutlich nach oben.

Nicht gut kam an der Pariser Börse anfangs der Ausblick des Luxusgüterkonzerns Kering an. Der Hersteller von Marken wie Gucci, Saint-Lauren und Brioni verwies auf zahlreiche Unwägbarkeiten wie konjunkturelle und geopolitische Risiken, Handelskonflikte und Wechselkurse. Der Kurs fiel daraufhin um bis zu 3 Prozent, erholte sich aber wieder und lag zuletzt mit plus 2,90 Prozent wieder an zweiter Stelle im Euro-Stoxx-50.

Noch stärker tendierten Fresenius mit einem Plus von 3,66 Prozent. Der Anfang Dezember nach der zweiten Gewinnwarnung gestartete Aufwärtstrend sei intakt. Analyst Gunnar Romer von der Deutschen Bank geht davon aus, dass der Medizinkonzern das Jahr 2018 in robuster Verfassung beendet haben wird und rät mit einem Kursziel von 65 Euro weiter zum Kauf. Zurzeit kosten Fresenius-Anteile um die 47,29 Euro.

In London schossen die Papiere von Debenhams um 36,23 Prozent nach oben. Die in Not geratene britische Kaufhauskette konnte eine Kreditlinie über 40 Millionen Pfund sichern.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA309 2019-02-12/13:55




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