Letztes Update am Di, 12.02.2019 14:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vier Asylwerber nach Auseinandersetzung in Vbg. schuldig gesprochen



Feldkirch (APA) - Vier junge Asylwerber aus Syrien und Afghanistan im Alter zwischen 17 und 19 Jahren sind am Dienstag am Landesgericht Feldkirch wegen schwerer Körperverletzung bzw. wegen Raufhandels schuldig gesprochen worden. Sie standen nach einem Streit mit zwei Einheimischen im Oktober vergangenen Jahres vor Gericht. Das Urteil hinsichtlich der schweren Körperverletzung ist rechtskräftig.

Vor Gericht beschrieben die Zeugen die damalige Situation in Andelsbuch (Bregenzerwald) als völlig belanglos. Alle Beteiligten seien zunächst aus dem Bus ausgestiegen. Die zwei Bregenzerwälder im Alter von 26 und 30 Jahren hätten essen gehen wollen, dann aber habe die Gruppe der Asylwerber gepöbelt. Schließlich es sei zu einer Schubserei gekommen, wer wen zuerst geschlagen habe, sei nicht ganz klar, gab einer der Zeugen an. Jedenfalls zückte ein 17-jähriger Syrer im Gerangel ein Messer und verletzte damit den 30-jährige Kraftfahrer leicht am Rücken. Sein Begleiter erlitt einen blauen Fleck am Knie.

Die jungen Angeklagten, die bereits vor dem Vorfall in Andelsbuch mehr oder minder schwer mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, räumten ein, an jenem Abend ziemlich alkoholisiert gewesen zu sein. Im Detail erinnerten sie sich nicht.

Der 17-jährige Syrer wurde nach seinem Geständnis wegen versuchter schwerer Körperverletzung zu einer bedingten Haft von acht Monaten verurteilt. Dazu kommen 800 Euro an unbedingter Geldstrafe sowie 200 Euro an Teilschmerzensgeld für den Verletzten.

Die anderen drei Asylwerber, die in die Schlägerei ebenfalls verwickelt waren, wurden wegen Raufhandels verurteilt. Die Strafen: zwei Mal je 400 Euro, 200 davon zu bezahlen. Der dritte Angeklagte, der bereits vier Eintragungen in seiner Strafkarte hat, erhielt zwei Monate unbedingte Haft. Eigentlich war noch ein fünfter junger Mann angeklagt, dieser erschien allerdings nicht zum Prozess und wird zu einem späteren Zeitpunkt vor Gericht gestellt. Das Urteil des jungen Syrers ist rechtskräftig, die restlichen Entscheidungen noch nicht.




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