Letztes Update am Di, 12.02.2019 15:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski-WM: Splitter aus Aare - Kostelic rockte, Baumann gibt nicht auf



Aare (APA) - Splitter von den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Aare:

Der Kroate Ivica Kostelic galt schon zu seiner aktiven Zeit nicht unbedingt als leise, dieser Tage glänzt der Slalom-Weltmeister von 2003 auch als Frontman seiner Rockband „Master of Disaster“. Am Montagabend spielten Kostelic und seine musikalischen Gefährten, hinterm Schlagzeug sitzt Ex-Abfahrts-Vizweltmeister Jan Hudec aus Kanada, im TirolBerg in Aare. Coverversionen von Hits wie „Wild Thing“, „Johnny B. Goode“ und „Seven Nation Army“ begeisterten im Publikum u.a. Christof Innerhofer, Dominik Paris, selbst Metal-Sänger, ÖSV-Sportdirektor Hans Pum, Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher und den bolivianischen Tiroler Simon Breitfuss-Kammerlander.

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Romed Baumann will nach seinem WM-Einsatz in der Alpinen Kombination, die er als Gesamt-14. abschloss, in seinen Kerndisziplinen Abfahrt und Super-G wieder in die Spur finden. „Ich kämpfe eh schon die ganze Saison“, sagte der Tiroler. „Jetzt ist wieder ein bisschen Zeit, um sich daheim vorzubereiten für Bansko und Kvitfjell, wo wir hoffentlich eine Doppelabfahrt haben werden. Jetzt noch einmal mit vollem Elan ins Finale, weil so kann man das nicht stehen lassen.“ Er sei topmotiviert und werde sicher nicht aufgeben.

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Katharina Truppe liebt es, ihre Nägel zu machen. Vor der WM legte die Kärntnerin im ÖSV-Damenteam wieder selbst Hand an. „Ich mache das selber. Die linke Hand wird meistens ein bisschen schöner, weil die rechte mit links ein bisschen schwerer ist, ein bisschen verwackelt. Aber es geht schon“, erklärte Truppe. Auch Slalom-Kollegin Katharina Huber gilt als Nagel-Fetischistin.

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Weltmeister Alexis Pinturault geht beim Essen nach einem fixen Schema vor. Nach einem harten Training etwa nimmt er weißes Fleisch zu sich, war die Einheit lockerer, steht rotes Fleisch auf seinem Menüplan. Auch schwört der weltbeste Alpin-Kombinierer auf Atmungsübungen im Stile eines Tiefseetauchers, um den Herzrhythmus in Ruhephasen zu senken. Der Franzose kann sich vorstellen, auch bei den übernächsten Olympischen Spielen in sieben Jahren noch dabei zu sein. Dann wäre er fast 35 Jahre alt.




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