Letztes Update am Di, 12.02.2019 17:22

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Von der Farbe und dem Licht: Tizian-Ausstellung in Frankfurt



Frankfurt (APA/dpa) - Fast miniaturhaft ist das Bild eines Jünglings, das im Besitz des Frankfurter Städel ist. Das kleine Frühwerk Tizians ist für das Museum nun zum Ausgangspunkt für eine umfassende Ausstellung zum Malerfürsten der venezianischen Renaissance geworden, dessen Gemälde heute über die großen Museen der ganzen Welt verteilt sind.

Rund 20 Werke Tizians (um 1488/1490-1576) haben den Weg nach Frankfurt gefunden. Darunter sind berühmte Bilder wie das „Noli me tangere“, eine Darstellung von Jesus und Maria Magdalena, aus London oder das Porträt des Dogen Venier aus Madrid. Angesichts der hohen Versicherungssummen und der zurückhaltenden Ausleihpraxis der führenden Museen nicht einfach - entsprechend stolz gibt man sich im Städel.

Im Ausland hat es zwar in den vergangenen Jahren größere Tizian-Ausstellungen gegeben. Doch die Ausstellung im Städel ist nun sogar die erste Überblicksschau zum Altmeister in Deutschland. „Wir holen gewissermaßen ein Versäumnis nach“, sagt Städel-Kurator Bastian Eclercy.

Die Schau will zugleich auch das künstlerische Umfeld Tizians im Venedigs des 15./16. Jahrhundert beleuchten. Tizians Lehrer Giovanni Bellini ist genauso vertreten wie etwa seine Kollegen und Konkurrenten Lorenzo Lotto, Jacopo Bassano, Jacopo Tintoretto oder Paolo Veronese. Mehr als 100 Werke sind in der Schau „Tizian und die Renaissance in Venedig“ versammelt.




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