Letztes Update am Di, 12.02.2019 20:14

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Venezuela-Krise - Opposition demonstriert für humanitäre Hilfe



Caracas (APA/AFP) - Zehntausende Venezolaner sind am Dienstag einem Aufruf des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó gefolgt, für die Einfuhrerlaubnis von US-Hilfsgütern zu demonstrieren. Die zu großen Teilen in Weiß gekleideten Demonstranten riefen „Freiheit!“ und „Guaidó“ und schwenkten venezolanische Nationalflaggen.

In seiner Rede vor den Demonstranten kündigte Guaidó an, dass ausländische Hilfsgüter ab dem 23. Februar ins Land gebracht werden sollten - auch gegen den Widerstand von Präsident Nicolás Maduro. Der 35-jährige Guaidó hatte seine Anhänger am venezolanischen Tag der Jugend zur Teilnahme an landesweiten Protestkundgebungen aufgerufen. Gleichzeitig demonstrierten am Dienstag Regierungsanhänger im Zentrum der Hauptstadt gegen die „imperialistische Invasion“ der USA.

Präsident Maduro lehnt Hilfslieferungen als politische „Show“ ab. Der linksnationalistische Staatschef bezeichnet sie als Vorwand, um den Boden für eine von den USA angeführte Militärinvasion zu bereiten. Für die Versorgungsengpässe bei Lebensmitteln und Medikamenten macht er die Strafmaßnahmen der USA gegen sein Land verantwortlich.

In Venezuela herrscht ein erbitterter Machtkampf zwischen Maduro und dem oppositionellen Parlamentspräsidenten Guaidó. Dieser wird inzwischen von rund 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannt, unter anderem von den USA, einer Reihe lateinamerikanischer Länder, Deutschland und weiteren EU-Staaten.




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