Letztes Update am Mi, 13.02.2019 07:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburg-Wahlen: 397 Ortsparteien und Listen rittern um 2.134 Mandate



Salzburg (APA) - Bei den Gemeindevertretungswahlen in den 119 Salzburger Kommunen am 10. März werden sich 397 Ortsparteien und Listen um die 2.134 zu vergebenden Mandate bemühen. Da in mehreren Gemeinden die Zahl der Bürger seit 2014 zugenommen hat und die Schwellenwerte für zusätzliche Sitze in den Gemeindeparlamenten überschritten wurden, sind das um 27 Mandate mehr als vor fünf Jahren.

Im Bundesland Salzburg bestehen die einzelnen Gemeindevertretungen je nach Einwohnerzahl aus neun bis 25 Mitgliedern, in der Stadt Salzburg hat der Gemeinderat 40 Sitze. Die Salzburger ÖVP wird bei den Kommunalwahlen in 116 Gemeinden antreten, in den drei übrigen Kommunen mit Listengemeinschaften. Damit stellt sich die Volkspartei flächendeckend in allen 119 Gemeinden des Landes der Wahl.

Die SPÖ stellt in 111 Gemeinden einen Spitzenkandidaten, die Grünen und grünnahe Listen in 31 Gemeinden. Beide Parteien unterstützen zusätzlich noch das „Bündnis für St. Martin“ (BFS). In der Gemeinde im Pinzgauer Saalachtal haben sich gleich vier eigenständige Fraktionen entschieden, gemeinsam gegen die ÖVP anzutreten, da die Wahlarithmetik größere Gruppen bevorzugt. Die Sozialdemokraten stellen dabei den Listenzweiten, die Grünen den vierten Platz auf der Liste.

Die FPÖ wird in nicht ganz vier Wochen in 96 Salzburger Gemeinden antreten. Allerdings gelang es der Partei nicht, in Zell am See einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Die Pinzgauer Bezirkshauptmannstadt zählt zwar nicht zu den freiheitlichen Hochburgen (2014: 8,4 Prozent), dass dort aber nur die vom langjährigen FPÖ-Landeschef 2015 gegründete Konkurrenzpartei FPS (Freie Partei Salzburg) antritt, dürfte dennoch schmerzen.

Die FPS selbst kandidiert lediglich in 10 Salzburger Kommunen, darunter in der Landeshauptstadt. Die NEOS stellen in fünf Gemeinden eine Liste. Zusätzlich treten im Bundesland am 10. März in 25 Gemeinden Namenslisten oder Kleinparteien an.

Die Listenerstellung vor der Wahl ist übrigens nicht immer unfallfrei verlaufen, wie das Beispiel zweier Flachgauer Gemeinden zeigt. In Oberndorf (Flachgau) scheiterte der Kandidat der FPS schon im Vorfeld, weil er vergessen hatte, seinen Namen in die Kandidatenliste einzutragen. Und in Ebenau hatte der grüne Kandidat beim Einreichen der Liste den Wahlvorschlag nicht unterschrieben - die Partei tritt nun nicht in der kleinen Gemeinde an. In St. Georgen stellt die SPÖ zwar die Spitzenkandidatin, als Bürgermeisterin kann Petra Gillhofer wegen eines Formalfehlers aber ebenfalls nicht kandidieren.




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