Letztes Update am Mi, 13.02.2019 09:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Timmermans: Bei nachhaltigem Europa 2030 „darf niemand zurückbleiben“



Straßburg (APA) - Die Zukunft der EU mit den Herausforderungen eines Nachhaltigen Europa 2030 hat Mittwoch im EU-Parlament in Straßburg wenig Auseinandersetzungen zwischen den Fraktionen gebracht. Der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, betonte, es dürfe jedenfalls niemand zurückbleiben.

Es gehe darum, eine gesunde Umwelt und eine blühende Wirtschaft mit sozialen Zielen zu vereinbaren, ohne Ressourcen zu zerstören. Es müsse von einer linearen zu einer zirkularen Wirtschaft übergegangen werden. Dies müsse alle Bereiche erfassen, Bildung, Wissenschaft, Forschung und Digitalisierung sowie faire Handelspolitiken.

Vizepräsident Jyrki Katainen erklärte, es gebe keinen Planeten B und daher auch keinen Plan B. Mit dem Reflexionspapier gehe es nicht darum, den Lebensstandard zurückzufahren, sondern intelligenter zu handeln. Wirtschaftswachstum sei sehr wohl mit einer Reduzierung der CO2-Emissionen vereinbar. Katainen betonte die Bedeutung der künstlichen Intelligenz. Dies betreffe auch die Landwirtschaft. „Beunruhigende Signale“ habe es zuletzt von politischen Führungspersönlichkeiten gegeben, die die Grundwerte infrage gestellt hätten. Notwendig sei ein „Aufruf an die Welt, sich nicht von Scheinlösungen zu lösen, die attraktiv aussehen, aber keine Lösung sind“.

Der EVP-Abgeordnete Francesc Gambus reagierte verhalten. Der Vorschlag der Kommission komme relativ spät und es würden noch nicht alle Erwartungen erfüllt. Udo Bullmann von den Sozialdemokraten sagte, die EU sollte Spitzenreiter bei der Nachhaltigkeit sein. Er verwies auf die jüngsten Demonstrationen in ganz Europa, wo Regierungen aufgerufen wurden, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Denn „wir sind an die Grenzen des Planeten gestoßen“.

Die Liberalen meinten, es würde nur grüne Schlagworte verkauft. Die Grünen wiederum monierten, dass man sofort etwas tun müsse. Gut sei, dass die Jugend Aktionen setze. Es gebe sehr wohl schon heute technische Lösungen, um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

~ WEB http://www.europarl.europa.eu/portal/de ~ APA133 2019-02-13/09:49




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