Letztes Update am Mi, 13.02.2019 11:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Regierung beschließt Verlängerung von vier Auslandseinsätzen



Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Regierung hat die Verlängerung von vier Auslandseinsätzen um ein weiteres Jahr beschlossen. Darunter war am Mittwoch auch der Afghanistan-Einsatz „Resolute Support“, der ungeachtet eines möglichen Teilabzugs von US-Soldaten zunächst praktisch unverändert fortgesetzt werden soll.

Auf den Kabinettstisch kamen auch die Mandatsverlängerungen von drei Einsätzen, die öffentlich wenig beachtet werden: Die NATO-Operation „Sea Guardian“ im Mittelmeer sowie die Beteiligung an den UNO-Friedensmissionen im Südsudan (UNMISS) und im Sudan (UNID). Nach dem Beschluss der Regierung muss der Deutsche Bundestag, der die Entscheidung über alle Auslandseinsätze der Bundeswehr fällt, den Mandatsanträgen zustimmen.

Die Obergrenzen für den Einsatz von Soldaten und der Auftrag sollen im Kern unverändert bleiben. Bei der NATO-Mission „Resolute Support“ in Afghanistan, die der Unterstützung und Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte dient, sind aktuell etwa 1.200 deutsche Soldaten im Einsatz. Die Obergrenze liegt bei 1.300 Soldaten.

Die NATO-Mission „Sea Guardian“ dient der Überwachung des Mittelmeerraums mit Schiffen und Flugzeugen. Die Operation wird aktuell von dem Einsatzgruppenversorger „Bonn“, einem Versorgungsschiff der Deutschen Marine, mit 180 Soldaten unterstützt. Die personelle Obergrenze liegt bei 650 Soldaten.

Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitäre Hilfe stehen im Mittelpunkt der UNO-Mission in Darfur (UNAMID). Das Mandat erlaubt den Einsatz von bis zu 50 Bundeswehrsoldaten im Sudan.

Entstand aus der Vorgängermission UNMIS mit der Unabhängigkeitserklärung von Südsudan im Jahr 2011 soll UNMISS den Friedensprozess unterstützen und Zivilisten schützen. Bis zu 50 deutsche Soldaten können laut Beschluss eingesetzt werden.

~ WEB http://www.un.org/en/

http://www.nato.int/ ~ APA213 2019-02-13/11:24




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