Letztes Update am Mi, 13.02.2019 12:32

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Geisterfahrer - 400 Tafeln warnen vor falscher Autobahnauffahrt



Wien (APA) - Mit zahlreichen Maßnahmen versucht die Asfinag, Geisterfahrten zu verhindern. 370 Warnungen gab es im Vorjahr in Österreich. Die meisten derartigen Fahrten entstehen, weil Lenker verwirrt oder alkoholisiert sind oder absichtlich auf der Autobahn wenden. 400 Tafeln warnen in Österreich davor, falsch auf die Autobahn aufzufahren, informierte die Asfinag in einer Aussendung am Mittwoch.

Außerdem schlagen Sensoren auf der Fahrbahn - zumeist in Tunnel - Alarm, wenn sich ein Fahrzeug in die falsche Richtung bewegt, ebenso wie Videokameras in Tunnel. Bei einigen Autobahnabfahrten wurden zudem Geisterfahrer-Krallen eingebaut, mehr als 20 gibt es bereits. Fährt ein Fahrzeug falsch auf, fahren diese Krallen aus, beschädigen die Reifen und stoppen es.

An vier Stellen in der Steiermark, hauptsächlich bei der Südautobahn (A2), erprobt die Asfinag seit dem Vorjahr außerdem 3D-Markierungen. Diese wirken für Falschfahrer wie eine optische Barriere. Bereiche, von denen verstärkt Geisterfahrten ausgehen, werden evaluiert. Je nach Bedarf werden Beschilderungen, Beleuchtung oder Bodenmarkierung angepasst oder bauliche Änderungen durchgeführt.

Kommt es zu einer Geisterfahrt, wird dies via Verkehrsfunk bekanntgegeben. An Überkopfwegweiser und Wechseltextanzeigen werden Warnhinweise aktiviert, die Notrufsäulen entlang der Strecke blinken. Umliegende Tunnel werden auf gelb - „Achtung, Vorsicht“ - oder rot - „Tunnel gesperrt“ - geschaltet. Die Asfinag rät Lenkern, in solchen Fällen Ruhe zu bewahren, zu bremsen und sich auf dem rechten Fahrstreifen einzuordnen. Außerdem soll zum vorausfahrenden Fahrzeug mehr Abstand gehalten werden. Nach Möglichkeit sollen Lenker beim nächsten Park- oder Rastplatz stehen bleiben, bis Entwarnung gegeben wird.




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