Letztes Update am Mi, 13.02.2019 12:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Konsumentenschutz der AK Kärnten 2018 in 34.267 Fällen konsultiert



Klagenfurt (APA) - Die Abteilung Konsumentenschutz der Kärntner Arbeiterkammer ist im vergangenen Jahr von 34.267 Menschen konsultiert worden. Wie AK-Präsident Günther Goach am Mittwoch bei einer Pressekonferenz erklärte, sei man die einzige Anlaufstelle für Konsumentenschutz in ganz Kärnten. Sie steht auch Nicht-Mitgliedern offen, weil das Land Kärnten einen finanziellen Beitrag leistet.

Mit 377.000 Euro bezifferte Goach die von den AK-Mitarbeitern für die Konsumenten erstrittene Summe. Manchmal handle es sich um kleine Beträge von einigen Dutzend Euro, es gebe aber auch große Brocken, vor allem im Kreditbereich. So versuchte eine Bank, über ein Inkassobüro von einer Frau einen Kredit über 70.000 Euro einzutreiben, die Forderung war aber bereits verjährt. Wichtigstes Thema ist aber, wie schon seit Jahren, der Bereich Miet- und Wohnrecht, wo 11.723 Anfragen registriert wurden.

Knapp 5.000 Fälle betrafen das Thema Dienstleistungen, das klassische Thema Kauf von Produkten beschäftigte die Konsumentenschützer mehr als 4.400 Mal. Reisen (3.010), Geld (2.748), Versicherungen (2.249) und Telekommunikation (2.141) waren die weiteren Großthemen. Rund 1.100 Anfragen bezogen sich auf das Internet, wo vor allem Phishing-Mails ein Thema waren. Während Wohnen seit vielen Jahren konstant wichtigster Punkt ist, so hat sich etwa im Bereich Telekommunikation und Internet doch einiges geändert. So war Telekommunikation vor fünf Jahren noch am dritten Platz des Häufigkeitsrankings und ist inzwischen weit zurückgefallen. Die AK führt dies auch darauf zurück, dass man die Probleme immer wieder öffentlich gemacht und Abhilfe gefordert habe.

Zwei Drittel der Menschen, die den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer in Anspruch genommen haben, waren laut Goach übrigens nicht AK-Mitglieder: „Denen dürften wir nicht helfen, wenn das Land uns nicht dafür eine Subvention geben würde.“ Das Land zahlte im Vorjahr aus diesem Titel 320.000 Euro an die Arbeiterkammer, weitere 20.000 Euro gab es für die Sonderaktion „Betriebskostencheck“.

~ WEB http://www.arbeiterkammer.at ~ APA277 2019-02-13/12:35




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