Letztes Update am Mi, 13.02.2019 13:56

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Regisseurin Agnès Varda: „Es geht mir nicht ums Geld“



Berlin (APA/dpa) - Die belgisch-französische Regisseurin Agnès Varda (90) sieht es gelassen, dass ihre Filme keine Kassenschlager sind. „Um ehrlich zu sein, haben meine Filme niemals wirklich Geld eingebracht“, sagte die Künstlerin auf der Berlinale. Nur „Vogelfrei“ habe ein wenig Geld verdient, die anderen Filme seien im Verleih mäßig gelaufen. „Aber meine Filme haben überall auf der Welt ein Echo gefunden.“

Auf der Berlinale läuft ihr neuer Film „Varda by Agnès“ außer Konkurrenz. Produzentin ist ihre Tochter Rosalie. Diese sei manchmal etwas streng zu ihr und sage, sie solle früh ins Bett gehen, vernünftig essen und auf die Ärzte hören. „Das mag ich gar nicht“, sagte Agnès Varda. „Aber davon abgesehen ist sie wirklich sehr nett.“

Die in Belgien geborene und in Frankreich aufgewachsene Filmemacherin gewann mit „Vogelfrei“ 1985 den Goldenen Löwen von Venedig. Mittlerweile arbeitet die Filmemacherin mit dem Pagenkopf auch als bildende Künstlerin.

Auf dem Berliner Festival wird sie mit einer Berlinale Kamera geehrt. Das Box Office - also die Einspielergebnisse an den Kinokassen - seien nicht ihre Welt. „Es geht mir nicht ums Geld“, sagte Varda. Sie habe ein paar Groupies, Freunde und Follower. Und das sei ein gutes Gefühl. Sie sei jedem dankbar, der ihr helfe, Filme zu machen und zu überleben - „noch ein bisschen länger“.




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