Letztes Update am Mi, 13.02.2019 14:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Inflationsrate auf tiefstem Stand seit eineinhalb Jahren



Washington (APA/Reuters) - Die US-Inflationsrate ist im Jänner auf den niedrigsten Stand seit mehr als eineinhalb Jahren gefallen. Die Verbraucherpreise lagen um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Experten hatten mit 1,5 Prozent gerechnet, nachdem die Teuerungsrate im Dezember noch bei 1,9 Prozent lag.

Die Abschwächung ist insbesondere auf geringere Energiepreise zurückzuführen. Der nachlassende Preisdruck gibt der US-Notenbank Fed Zeit, ihren Leitzins vorerst stabil zu halten und nicht weiter anzuheben.

Sie soll Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern. Das erste Ziel hat sie praktisch erreicht. Auch bei der Inflation geht Fed-Chef Jerome Powell davon aus, dass die von der Zentralbank angestrebte Rate von zwei Prozent dieses Jahr in etwa erreicht wird. Die Währungshüter achten hier besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben, bei denen Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Hier lag die Steigerungsrate zuletzt bei 1,9 Prozent. Die nächsten Daten werden für den 1. März erwartet.

Die Präsidentin des Notenbank-Ablegers von Kansas City, Esther George, hält den Inflationsdruck derzeit für nicht sehr hoch. Daher könne die Fed zunächst abwarten, um zu sehen, wie sich die jüngsten Zinsschritte auf die Konjunktur auswirkten. Die Währungshüter hatten den Leitzins im Dezember auf die neue Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent erhöht. Auf der Sitzung im Jänner hatte Fed-Chef Jerome Powell eine Pause signalisiert.

Der Euro baute nach den Inflationsdaten seine Verluste aus und verbilligte sich auf 1,1288 Dollar.




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