Letztes Update am Mi, 13.02.2019 16:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frontex: Illegale Migration um ein Drittel gesunken



Wien/Warschau (APA) - Die illegalen Grenzübertritte sind nach Angaben der Grenzschutzagentur Frontex im Jänner um ein Drittel im Vergleich zum Vormonat gesunken. 6.760 Grenzübertritte gab es im ersten Jahresmonat, um ein Fünftel weniger als im Jänner des Vorjahres, meldete die EU-Agentur am Mittwoch. Trotz eines deutlichen Rückgangs erreichen die meisten Migranten Europa weiterhin über die westliche Mittelmeerroute.

Grund für den neuerlichen Rückgang bei der illegalen Migration ist laut Frontex, dass viel weniger Migranten über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa kommen. 150 Migranten kamen im Jänner über diesen Weg nach Europa. Das sind, so Frontex, 73 Prozent weniger als im Vormonat und sogar 96 Prozent weniger als im Jänner 2018. Von den Personen, die in Italien ankamen, stammten die größten Gruppen aus Tunesien und aus Bangladesch.

Wichtigste Fluchtroute bleibt die westliche Mittelmeerroute nach Spanien, aber auch hier wurde ein deutlicher Rückgang verzeichnet. Mehr als die Hälfte der aufgegriffenen illegalen Migranten kamen über diesen Weg nach Europa. Im Jänner waren es laut Frontex 3.780 Personen. Im Jänner des Vorjahres waren es noch mehr als doppelt so viele. Die meisten auf dieser Route aufgegriffenen Menschen kamen aus Guinea und Marokko.

Auch die Zahl illegaler Migranten, die über die östliche Mittelmeerroute nach Europa kommen, ist im Jänner um 44 Prozent im Vergleich zum Dezember gesunken. Die Grenzschutzagentur stellt aber einen Anstieg um zehn Prozent im Vergleich zum Jänner des Vorjahres fest. Die meisten Personen kamen über den Meerweg aus Afghanistan und über den Landweg aus der Türkei.

Auf der Westbalkanroute ging die Zahl der aufgegriffenen Migranten ebenfalls deutlich zurück. Im Jänner wurden mehr als 300 illegale Grenzübertritte verzeichnet, das sind um die Hälfte weniger als im Vormonat und 42 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Menschen auf dieser Route kamen vor allem aus Afghanistan.




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