Letztes Update am Mi, 13.02.2019 17:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Selbstmordanschlag auf Revolutionsgarden im Iran: Mindestens 20 Tote



Teheran (APA/AFP/Reuters) - Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus der Revolutionsgarden im Südosten des Iran sind mindestens 20 Soldaten der Elitetruppe getötet worden, wie die Nachrichtenagenturen IRNA und FASR am Mittwoch meldeten. Zehn weitere seien bei dem Attentat an der Fernstraße zwischen den Städten Zahedan und Khash in der Unruheprovinz Sistan und Belutschistan verletzt worden.

Das Gebiet nahe der Grenze zu Pakistan gilt wegen der Aktivitäten militanter Gruppen und von Drogenschmugglern als gefährlich. In der mehrheitlich sunnitischen Grenzregion im Südosten des Iran sind mehrere Rebellengruppen aktiv, die immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte verüben.

Die Bevölkerung des Iran ist zu 90 Prozent schiitisch, doch gibt es eine starke sunnitische Minderheit, die seit langem über Diskriminierung klagt. Anfang Dezember waren in der südöstlichen Hafenstadt Cha abahar bei einem Anschlag auf die Polizei zwei Menschen getötet worden. Die Regierung machte damals „vom Ausland unterstützte Terroristen“ verantwortlich. Teheran wirft Pakistan und Saudi-Arabien vor, die Jihadisten in der Grenzregion zu unterstützen.




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