Letztes Update am Mi, 13.02.2019 18:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schwache europäische Industriedaten belasten Euro



Frankfurt (APA/dpa) - Der Eurokurs ist am Mittwoch von schwachen europäischen Industriedaten belastet worden. Gegen 18 Uhr kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1288 US-Dollar. Im frühen Handel hatte sie noch knapp einen halben Cent höher notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1305 (Dienstag: 1,1296) Dollar fest.

In der Eurozone war die Industrieproduktion im Dezember erneut und stärker als erwartet gesunken. Für Ökonomen sind die Daten ein Hinweis auf eine sich abschwächende Konjunktur im Währungsraum. Der Rückgang sei nicht auf Sondereffekte zurückzuführen und verdeutliche die Gefahr einer Rezession im Euroraum, kommentierte beispielsweise das Analysehaus Capital Economics. Zuletzt hatte eine Reihe von Konjunkturdaten aus der Eurozone enttäuscht.

Hinzu kamen politische Turbulenzen in Spanien. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone steht nur acht Monate nach der Amtsübernahme des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez wieder vor einer Neuwahl. Die katalanischen Unabhängigkeitsparteien, auf deren Unterstützung die Minderheitsregierung der PSOE in Parlament angewiesen ist, stimmten am Mittwoch mit den Konservativen und den Liberalen gegen den Haushaltsplan der Regierung. Sanchez wird sich laut spanischen Medien am Freitag zu seinen Plänen und dem Wahldatum äußern.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87553 (0,87705) britische Pfund, 125,19 (124,70) japanische Yen und 1,1371 (1,1381) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde nachmittags mit 1.317 Dollar gehandelt. Das waren sechs Dollar mehr als am Vortag.

~ ISIN EU0009652759 ~ APA531 2019-02-13/17:57




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