Letztes Update am Mi, 13.02.2019 21:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NATO diskutiert über ungewisse Zukunft von Afghanistan-Einsatz



Brüssel/Kabul (APA/dpa) - Zum Ende eines zweitägigen Treffens in Brüssel wollen die Verteidigungsminister der NATO-Staaten an diesem Donnerstag über die laufenden Bündniseinsätze beraten. Ein Schwerpunkt der Gespräche dürften dabei die US-amerikanischen Bemühungen werden, die radikalislamischen Taliban zu einer politischen Beilegung des Afghanistan-Konflikts zu bewegen.

Dies soll den Weg für einen amerikanischen Truppenabzug ebnen, der wiederum erhebliche Konsequenzen für den Ausbildungseinsatz der NATO in Afghanistan haben dürfte. Laut offiziellen Angaben des Bündnisses waren die USA zuletzt mit 8.475 Soldaten an der Resolute Support Mission (RSM) beteiligt. Sie stellten damit rund die Hälfte der aktuell 16.919 Kräfte.

In der NATO werden die US-Pläne für Afghanistan zum Teil sehr kritisch gesehen. Dort wird unter anderem befürchtet, dass es im Fall eines schnellen Truppenabzugs wieder zu Rückschritten bei Demokratie und Menschenrechten kommen könnte. Weitere Themen des Ministertreffens werden die NATO-Einsätze im Irak und im Kosovo sowie die Koordinierung mit der EU sein. Zudem soll es ein von Großbritannien organisiertes Arbeitsfrühstück mit Vertretern der Ukraine geben.




Kommentieren