Letztes Update am Do, 14.02.2019 03:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Saudi-Arabien „bedauerte“ Pläne der EU-Kommission zu Schwarzer Liste



Riad (APA/AFP) - Saudi-Arabien hat den Vorschlag der EU-Kommission kritisiert, das Königreich im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf eine Schwarze Liste zu setzen. Der Vorschlag aus Brüssel werde „bedauert“, schrieb die amtliche saudiarabische Nachrichtenagentur SPA am Donnerstag.

Der Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sei eine „strategische Priorität für das Königreich“, zitierte SPA den saudiarabischen Finanzminister Mohammed Al-Jadaan. „Wir werden unseren Rechtsrahmen weiter entwickeln und verbessern, um dieses Ziel zu erreichen.“

Die EU-Kommission hatte am Mittwoch vorgeschlagen, Saudi-Arabien auf eine Liste mit Ländern zu setzen, die nicht genug gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung unternehmen. Saudi-Arabien gehöre zu den Ländern, deren Systeme zur Bekämpfung dieser Probleme „strategische Mängel“ aufweisen würden.

Bei Bankgeschäften mit insgesamt 23 Ländern sollen europäische Banken demnach künftig besonders genau hinschauen. Auf der Liste finden sich vornehmlich Nahost- und afrikanische Länder, die mit Extremismus zu kämpfen haben - etwa Irak, Syrien, Libyen und Nigeria. Daneben sind auch Länder wie die Bahamas und Panama aufgeführt, die allgemein als Steuerparadiese gelten.




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