Letztes Update am Do, 14.02.2019 10:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Taliban kündigen weiteres Treffen mit US-Vertretern an



Kabul/Islamabad (APA/dpa) - Auf der Suche nach einer Lösung im Afghanistan-Konflikt wollen sich Vertreter der radikalislamischen Taliban und der USA in der kommenden Woche in Pakistan treffen. Das teilte der Taliban-Sprecher Sabiullah Mujahid am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Demnach wollen die Taliban-Vertreter am Montag kommender Woche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad auch Ministerpräsident Imran Khan treffen.

Die Aufständischen wollen mit dem Regierungschef des Nachbarlandes nach eigenen Angaben über die „pakistanisch-afghanischen Beziehungen sowie afghanische Flüchtlinge und Geschäftsleute“ sprechen. Die Taliban teilten weiterhin mit, dass die nächste Gesprächsrunde mit US-Vertretern am 25. Februar am Golf wie geplant stattfinden werde. Der US-Sondergesandte Zalmay Khalilzad drückte zuletzt die Hoffnung aus, dass noch vor der afghanischen Präsidentenwahl Ende Juli ein Friedensabkommen zustande komme.

In einer bedeutenden Änderung ihrer Politik hatten die USA im vergangenen Sommer Direktgespräche mit den Taliban aufgenommen, um den seit 17 Jahren währenden Konflikt in Afghanistan zu beenden. Davor hatten sie stets gesagt, die Aufständischen sollten direkt mit der afghanischen Regierung verhandeln und ein Friedensprozess müsse unter deren Führung stattfinden.

Eine politische Beilegung des Afghanistan-Konflikts soll den Weg für einen Abzug von US-Truppen aus dem Land ebnen. Dies wiederum hätte erhebliche Konsequenzen für den NATO-Einsatz in Afghanistan.

Laut offiziellen Angaben des Bündnisses waren die USA zuletzt mit 8.475 Soldaten am Unterstützungs- und Ausbildungseinsatz „Resolute Support Mission“ (RSM) beteiligt. Sie stellten damit rund die Hälfte der aktuell 16.919 Kräfte.




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