Letztes Update am Do, 14.02.2019 10:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen etwas höher am Vormittag



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Trotz verhaltener Vorgaben aus Asien konnten die wichtigen Leitindizes in Europa überwiegend zulegen.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.15 Uhr mit plus 0,30 Prozent oder 9,50 Punkte bei 3.211,87 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,23 Prozent oder 25,60 Zähler auf 11.192,82 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,38 Prozent oder 27,56 Einheiten auf 7.218,40 Punkte. Ein kleines Minus gab es unterdessen nur an den Börsen in Mailand und Madrid.

Bei den Konjunkturdaten ist am Donnerstag einiges los. Neben Zahlen zum Wirtschaftswachstum aus der Eurozone stehen auch die US-Einzelhandelsumsätze für Dezember auf der Agenda. Bereits in der Früh wurden zudem die BIP-Zahlen für Deutschland publiziert. Die deutsche Wirtschaft ist ihnen zufolge knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte im vierten Quartal 2018, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent geschrumpft und damit zum ersten Mal seit Anfang 2015.

Einen Sprung nach oben machten am Vormittag Aktien von Micro Focus in London - sie stiegen um mehr als 10 Prozent. Der Softwarehersteller hatte Zahlen vorgelegt. Beim britisch-schwedischen AstraZeneca-Konzern gab es ebenfalls ein deutliches Kursplus von 4,63 Prozent. Im vierten Quartal konnte das Pharmaunternehmen dank neuer Medikamente und einer starken Nachfrage in China aufholen. Beim Coca-Cola Abfüller Coca Cola HBC setzte es hingegen in London Verluste. Trotz einem moderaten Umsatzanstieg im Geschäftsjahr stand bei der Aktie ein Minus von 6,50 Prozent zu Buche.

An der Zahlenfront gab es auch aus Frankreich Neuigkeiten. Airbus hat dank eines Auslieferungsrekords ziviler Flugzeuge im vergangenen Jahr etwas besser abgeschnitten als am Markt erwartet. Der Umsatz stieg auf 63,7 Milliarden Euro von 59,0 Milliarden Euro ein Jahr zuvor, wie der Flugzeughersteller mitteilte. Unterdessen wird auch die Produktion des weltgrößten Passagierjets A380 eingestellt. Investoren waren davon offenbar angetan - die Aktie stiegen um mehr als 5 Prozent.

Ebenfalls in Paris stiegen Schneider Electric um 4,52 Prozent. Der französische Industriekonzern rechnet 2019 mit einem etwas geringeren Wachstum als zuletzt. Auch der operative Gewinn dürfte im laufenden Jahr nicht mehr so stark zulegen wie noch 2018.

Der französische Autobauer Renault hat im letzten Jahr unter dem inzwischen zurückgetretenen Konzernchef Carlos Ghosn weniger verdient. Das Betriebsergebnis des Konzerns sank 2018 um knapp 22 Prozent auf 2,99 Milliarden Euro, unter anderem wegen der Wirtschaftskrise in Argentinien. An der Börse gab es dennoch ein Plus von 4,25 Prozent.

Der deutsche Spezialverpackungshersteller Gerresheimer hat im vergangenen Jahr von einer Erholung des Geschäfts mit Injektionsfläschchen in Amerika und der Nachfrage der Kosmetikindustrie profitiert. Im Ende November abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 hatte Gerresheimer seine Erlöse um 4,3 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro gesteigert. An der Börse gab es dafür Applaus: ein Plus von über 10 Prozent sorgte auf für einen Spitzenplatz im Euro-Stoxx-Index.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA149 2019-02-14/10:35




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