Letztes Update am Do, 14.02.2019 11:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreichischer Journalistenclub lehnt neues EU-Urheberrecht ab



Wien (APA) - Der Österreichische Journalistenclub (ÖJC) lehnt die EU-Urheberrechtsreform ab. „Mit dieser so sinnlosen Urheberrechtsreform hat das Internet seinen Sinn verloren“, kritisierte Präsident Fred Turnheim Donnerstag in einer Aussendung. Die europäischen Verleger würden „keinen Cent“ aus dem Leistungsschutzrecht erhalten und der Upload-Filter zu einer Einengung des Internet führen, befürchtet der ÖJC.

Das neue Leistungsschutzrecht bezeichnete Turnheim als „Körberlgeld für Verlage“, dem „leider“ auch „international tätige Journalistenorganisationen zugestimmt“ hätten. Unklar sei, wie hoch die geplante Entschädigung für Journalisten von ihren Verlegern aus den Erträgen des neuen Leistungsschutzrechtes sein solle. Diese soll angemessen sein, doch „sind das 1 Prozent, 20 Prozent oder 80 Prozent von den Einnahmen, die künftig Google & Co an die Verleger zahlen?“, fragte der ÖJC-Präsident.

Als Folge der Reform würden Online-Suchmaschinen künftig die europäischen Verlage nicht mehr listen und damit auch nichts bezahlen, so die Sorge des Journalistenvereins. In dem vereinbarten Upload-Filter sieht der ÖJC außerdem die „Gefahr, dass diese Filter so restriktiv gesetzt werden, dass ein freies, demokratisches Internet nicht mehr möglich ist“.




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