Letztes Update am Do, 14.02.2019 11:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Conte kritisiert EU-Parlamentarier wegen Attacken in Straßburg



Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte, der im Europaparlament am Dienstagabend als „Hampelmann“ bezeichnet worden ist, reagiert kritisch auf die Attacken seitens der EU-Parlamentarier. „Unsere Regierung entspricht dem Wandel, der in Italien und in Europa im Gange ist. Daher werde ich angegriffen“, so Conte.

„Viele EU-Parlamentarier wissen, dass sie im Mai nicht mehr wiedergewählt werden. Sie sind Kinder alter politischer Kräfte. Der neue Wind wird sie wegfegen. Es tut mir nur Leid, dass sie Unwahrheiten verbreiten, wie die Behauptung, dass wir afrikanische Kinder im Meer sterben lassen, oder dass wir den Venezolaner Nicolas Maduro verteidigen“, erklärte der parteilose Regierungschef im Gespräch mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Donnerstagsausgabe).

Seine Regierung werde wegen ihrer sozialen Maßnahmen angriffen. „Jeder spricht in Europa von Finanzstabilität, weniger ist von sozialer und politischer Stabilität die Rede. Man berücksichtigt nicht den starken politischen Konsens, die meine Regierungsmehrheit genießt und mit dem andere Ländern nicht rechnen können. Spaniens sozialistischer Premier, Pedro Sanchez, steuert direkt auf vorgezogene Wahlen zu“, erklärte Conte.

Seine Ansprache vor den EU-Parlamentariern bezeichnete Conte als „kritisch und konstruktiv“. Die EU-Parlamentarier seien lediglich „destruktiv“ gewesen. Der 54-jährige Conte verteidigte Vizepremier Luigi Di Maio, der vor zwei Wochen in Paris Vertreter der „Gelbwesten“ getroffen hatte, was den Protest der Regierung in Paris auslöste. Di Maio habe in seiner Rolle als Chef der Fünf Sterne-Bewegung und nicht als Vizepremier die Vertrter der französischen Protestbewegung getroffen.

~ WEB http://www.europarl.europa.eu/portal/de ~ APA186 2019-02-14/11:15




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