Letztes Update am Do, 14.02.2019 13:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Regierung fürchtet keinen größeren Stellenabbau bei Airbus



Berlin/Toulouse (APA/Reuters) - Die deutsche Regierung fürchtet durch das Aus des Airbus-Riesenjets A380 keinen größeren Arbeitsplatz-Abbau in Deutschland. „Der größte Teil der betroffenen A380-Stellen entfällt auf Frankreich. In Deutschland geht es um rund 1.000 Jobs“, sagte der Luftfahrt-Koordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

„Wir gehen davon aus, dass sie weitgehend erhalten bleiben und an anderen Flugzeugtypen dann arbeiten, zum Beispiel dem A350, dem neuesten Flugzeug im ganzen Markt, oder dem A330 neo.“

Weil die Nachfrage eingebrochen ist, will Airbus das weltgrößte Flugzeug A380 in zwei Jahren aus dem Programm nehmen. Viele Fluggesellschaften bevorzugen kleinere Modelle, die sich wirtschaftlicher betreiben lassen. Insgesamt sind laut Airbus 3.000 bis 3.500 Beschäftigte betroffen. Der Konzern will vielen davon intern eine Alternative bieten.

„Wir reden natürlich mit Airbus und machen auch Druck“, sagte der CDU-Politiker Jarzombek. „Unser Interesse ist, dass sich die Produktion der anderen Modelle im gleichen Verhältnis auf die europäischen Länder verteilt.“ Die A380-Entscheidung komme nicht überraschend. „Airbus hat mit dem A350 ein ganz neues Flugzeug entwickelt, das besonders leicht ist. Da sind sie im Markt sehr gut positioniert. Sie haben also ein Stück weit selbst den Nachfolger für den A380 gebaut. Insofern ist das gar keine Schlappe für Airbus, denn die nächste Generation ist schon entwickelt.“ Für den Industriestandort sei es eine normale Weiterentwicklung. Der A380-Hauptkunde Emirates sei auch nicht zu Boeing gewechselt, sondern habe seine Orders in andere Airbus-Modelle umgewandelt.

~ ISIN NL0000235190 WEB http://www.airbus-group.com ~ APA307 2019-02-14/13:32




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