Letztes Update am So, 10.03.2019 07:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski alpin: Bisher schönstes Wochenende für Truppe: „Einfach nur geil“



Spindleruv Mlyn (Spindlermühle) (APA) - Technik-Spezialistin Katharina Truppe hat in Spindleruv Mlyn das bisher schönste Wochenende ihrer Karriere im alpinen Ski-Weltcup erlebt. „Eindeutig ja“, beantwortete die Kärntnerin am Samstag die entsprechende Frage. Im Slalom verpasste sie als Vierte so knapp wie nie zuvor das Podest. „Der vierte Platz tut unglaublich gut und ist einfach nur geil“, meinte die 23-Jährige erfreut.

Schon am Vortag hatte sie sich mit dem Hang im tschechischen Ski-Ressort auf Anhieb angefreundet. Rang acht im Riesentorlauf war in dieser Disziplin das bisherige Maximum für sie. „Es ist echt unglaublich. Meine Gefühle sind gerade so gemischt, ich kann es gar nicht glauben. Gestern schon so gut gelaufen und heute noch einmal besser, das ist einfach nur geil“, meinte Truppe.

Dabei unterlief ihr im ersten Slalom-Durchgang ein schwerer Fehler, nur der 16. Platz schaute dadurch zur Halbzeit heraus. „Eigentlich war ich nach dem ersten echt ein bisschen angefressen. Es war echt ein gescheiter Schnitzer, für mich war der Tag schon abgehakt“, erzählte Truppe. „Dann habe ich mir echt gedacht: Vollgas! Weil ich habe echt nichts mehr zu verlieren gehabt.“ Welchen Platz am Ende der Top 30 sie in der Endabrechnung belege, sei auch schon egal, habe sie überlegt.

„Ich habe mir im zweiten gedacht: Hopp oder dropp, entweder liege ich auf der Schnauze oder ich komme weiter nach vorne. Natürlich, dass es so weit nach vorne geht, knapp am Podium vorbei, hätte ich nicht gedacht“, sagte Truppe weiter. „Es ist alles aufgegangen, von dem her war es einfach ein geiler Tag.“

Im Finale fuhr sie sogar um neun Hundertstelsekunden schneller als Rekordfrau Mikaela Shiffrin, die zum 15. Mal in dieser Saison gewann. „Ich habe es, glaube ich, noch nie geschafft, Laufbestzeit zu haben im zweiten Durchgang. Von dem her ist das wieder ein Ding, das ich geschafft habe“, meinte Truppe.

Komplett aus heiterem Himmel sei das gute Resultat aber nicht gekommen. „Es war eigentlich die ganze Saison schon immer recht konstant, heute ist einfach alles aufgegangen. Einfach nur cool“, gab Truppe zu Protokoll. Das Weltcup-Finale in Soldeu könne sie nun grundsätzlich recht entspannt angehen: „Ich habe eigentlich gar nichts mehr zu verlieren. Ich fahre cool, ich brauche nicht herumzittern. Ich kann mich zum Start raufstellen und weiß, dass ich es kann. Ich freue mich einfach nur“, sagte sie nach ihrem vierten Top-Ten-Ergebnis im Weltcup in Serie.




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