Letztes Update am So, 10.03.2019 15:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Biathlon: Ex-Langläuferin Herrmann holte sich Gold in WM-Verfolgung



Östersund (APA) - Ex-Langläuferin Denise Herrmann hat am Sonntag ihren bisher größten Erfolg seit dem Umstieg zum Biathlon gefeiert. Die 30-Jährige triumphierte in der Verfolgung der Weltmeisterschaften von Östersund und hatte mit Laura Dahlmeier eine Landsfrau auf dem Siegespodest neben sich. Die holte mit Bronze ihre schon 13. WM-Medaille in Folge. Silber ging im Sprint-Duell an die Norwegerin Tiril Eckhoff.

Die Konkurrenz war von schwierigen, da windigen Bedingungen am Schießstand und von einem „Drama“ um Lokalmatadorin Mona Brorsson gekennzeichnet. Die Schwedin hatte sich nach der dritten von vier Schießeinlagen an die Spitze gesetzt und kam mit komfortablem Vorsprung zum letzten Stehend-Schießen. Da versagten ihr aber die Nerven, sie schoss vier Fahrkarten und landete letztlich nur auf Endrang sieben.

Diesen Umstand nutzten die späteren Medaillengewinnerinnen. Während Brorsson ihre Extra-Runden drehte, schoss das Top-Trio Null, wobei die Sprint-Sechste Herrmann den Sieg bei insgesamt zwei Fehlschüssen mit 31,4 Sek. Vorsprung sicher ins Ziel brachte. Eckhoff schoss ebenso zweimal daneben und fing Dahlmeier (1) noch um 0,2 Sek. ab. Deren Medaillenserie wird immer unheimlicher, die Fünffach-Weltmeisterin von Hochfilzen 2017 hatte schon am Donnerstag im Sprint Bronze geholt.

Sprint-Weltmeisterin Anastasiya Kuzmina leistete sich mit deren sieben ein wenig zu viel Ungenauigkeiten, wurde Sechste. Keine der 55 Athletinnen blieb ohne Fehlschuss, auch die beiden Österreicherinnen nicht. Katharina Innerhofer schaffte es bei sechs Strafrunden von Sprint-Rang 49 auf Platz 40 (+5:12,1), holte so noch ihren 14 Saison-Weltcuppunkt. Julia Schwaiger rückte bei vier Fehlschüssen um acht Plätze auf Rang 47 vor (5:41,4). Lisa Hauser hatte als Sprint-70. die Qualifikation verpasst.




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