Letztes Update am So, 10.03.2019 17:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flugzeugabsturz in Äthiopien - Getötete Ärzte in frühen Dreißigern



Addis Abeba/Linz (APA) - Bei den bei einem Flugzeugabsturz in Äthiopien um Leben gekommenen Ärzten aus Oberösterreich hat es sich um Mediziner in ihren frühen Dreißigern gehandelt. Das gab das Außenministerium am Sonntagabend bekannt. Die drei Männer wiesen demnach Geburtsdaten zwischen 1987 und 1988 auf.

Einer von ihnen war beim Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern in Linz beschäftigt. Das bestätigte die Pressestelle des Hauses am späten Sonntagnachmittag der APA. Nähere Angaben zur Person wollte man aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen nicht machen.

Warum sich der Mediziner in Äthiopien aufhielt, konnte das Linzer Ordensklinikum nicht sagen. Jedenfalls sei er nicht für das hauseigene Hilfsprojekt in Afrika im Einsatz gewesen. Möglicherweise hatte der Arzt die Absicht, gemeinsam mit seinen Kollegen auf der Tansania vorgelagerten Insel Sansibar eine Zeit lang für ein Spital zu arbeiten, das von einer gebürtigen Österreicherin betrieben wird. Fest steht, dass die Getöteten von Addis Abeba mit einer Zwischenlandung in Nairobi nach Sansibar wollten, „um dort medizinisch zu arbeiten“, wie Peter Guschelbauer, der Sprecher des Außenministeriums, erklärte.

Die Angehörigen der drei Ärzte wurden mittlerweile auch offiziell vom Unglück verständigt. Laut Guschelbauer werden sie von Spezialisten des Innenministeriums psychologisch betreut. Beileidsbekundungen sprachen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) den Betroffenen aus. „Ich möchte in diesen schweren Stunden allen Angehörigen der Opfer des tragischen Flugzeugunglücks der #EthiopianAirlines mein aufrichtiges Beileid aussprechen“, verbreitete Kurz über den Kurznachrichtendienst Twitter. Kneissl kondolierte ebenfalls über Twitter allen Familienmitgliedern und Freunden der Opfer.




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