Letztes Update am So, 10.03.2019 21:10

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburg-Wahlen: ÖVP, Grüne und KPÖ hoch erfreut



Wien/Salzburg (APA) - ÖVP, Grüne und KPÖ zeigten sich Sonntagabend hoch erfreut über die Ergebnisse bei den Kommunalwahlen in Salzburg. Auch die SPÖ nannte das Ergebnis „erfreulich“ - wenngleich sie erstmals in der Nachkriegszeit Platz 1 im Gemeinderat der ÖVP überlassen musste.

„Sehr erfreut“ äußerten sich ÖVP-Chef Bundeskanzler Sebastian Kurz und Generalsekretär Karl Nehammer in einer Aussendung - vor allem über den „historischen Erfolg“ in der Stadt Salzburg. Aber quer durch das Land habe sich gezeigt, „dass die Volkspartei weiterhin die Bürgermeisterpartei ist“, stellte Kurz fest - und verwies darauf, dass er einige Male vor Ort die wahlkämpfenden Parteikollegen unterstützt hat. Nehammer verspürte „Rückenwind für die kommenden Wahlgänge“ und zeigte sich optimistisch für die Bürgermeister-Stichwahl in der Landeshauptstadt am 24. März.

„Erfreulich“ fand auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda die Salzburger Ergebnisse, habe die SPÖ doch in vielen Gemeinden zulegen, Hochburgen verteidigen und in einigen Gemeinden wieder stärkste Kraft werden können, etwa mit dem „fulminanten Wahlsieg“ in Hallein. „Respektabel“ nannte Drozda das Ergebnis in Salzburg Stadt, immerhin zog Bernhard Auinger in die Stichwahl ein. In den zweiten Wahlgang setzt Drozda überhaupt große Hoffnung, habe die SPÖ damit doch noch die Chance, mehr Bürgermeistersessel als 2014 zu erobern.

Für die Grünen blieb zwar die „Sensation“ der Stichwahl in der Landeshauptstadt aus. Aber das war das einzige, was der stv. Bundessprecherin Nina Tomaselli missfiel. In Summe zog sie den Schluss „es geht stetig bergauf“ und ist damit optimistisch für die EU-Wahl am 26. Mai. Denn die Grünen hätten in vielen Gemeinden und in der Stadt Salzburg Stimmenzuwächse erzielt.

Für Freude sorgte der Salzburger Wahlsonntag auch in Graz - und zwar bei der dortigen KPÖ-Stadträtin Elke Kahr. Mit dem Einzug von KPÖplus in Salzburg sitzen jetzt in vier Landeshauptstädten - Graz, Linz, Innsbruck und Salzburg - die KPÖ bzw. von ihr unterstützte Listen wieder im Gemeinderat. Das zeigt für Kahr, „dass leistbares Wohnen, konkrete Hilfe und die Beschränkung von Politikergehältern keine Grazer Thema sind, sondern im ganzen Land Anklang finden“.




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