Letztes Update am So, 10.03.2019 22:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburg-Wahlen: ÖVP baute Vormachtstellung in Gemeinden aus



Salzburg (APA) - Bei den Gemeindevertretungswahlen in den 119 Salzburger Gemeinden hat am Sonntag die Volkspartei ihre auf kommunaler Ebene schon lange herrschende Vormachtstellung ausgebaut. Landesweit legte die ÖVP noch um 4,7 Prozentpunkte zu und erhielt somit in Summe 47,5 Prozent aller heute abgegebenen gültigen Stimmen (inkl. Briefwahl). Für die anderen etablierten Parteien setzte es hingegen leichte Verluste.

Noch deutlicher als beim Stimmenanteil fiel für die ÖVP das heutige Ergebnis bei den Mandaten aus: Von den insgesamt 2.134 Sitzen in den Gemeindestuben entfielen 1.153 auf die Volkspartei, was einem Plus von 75 Mandaten entspricht. Die SPÖ blieb mit 27,6 Prozent zwar klar zweitstärkste Kraft, musste aber sowohl an Stimmen (minus 0,9 Prozentpunkte) als auch an Mandaten (minus 13 auf 559) einbüßen.

Keine Veränderung gab es auch auf Rang drei, den weiterhin die FPÖ einnimmt. Mit 10,1 Prozent der Stimmen und 213 Sitzen musste aber auch sie Rückgänge (minus 2,2 Prozentpunkte bzw. 39 Mandate) hinnehmen. Die Grünen verteidigten Rang vier, aber auch für sie gab es mit 7,5 Prozent (minus 0,5 Prozentpunkte) bzw. 86 Mandaten (minus 17) Einbußen. Die NEOS, die nur in fünf Gemeinden angetreten waren, kamen landesweit auf 0,2 Prozent bzw. 8 Mandate. Namenslisten oder sonstige Parteien kamen am Sonntag auf 6,0 Prozent oder 119 Mandate (ein Plus von 14 Sitzen).

In 35 Gemeinden, also fast in jeder dritten Kommune, musste sich die Volkspartei allerdings mit einem Minus abfinden. Am schlimmsten fiel dieses in der Gemeinde Krispl mit 19,7 Prozentpunkten aus. Die stärkste Zugewinne erzielte sie in Saalbach-Hinterglemm (plus 28,5 Prozentpunkte). Bei der SPÖ stand gleich bei 63 Gemeinden ein Minus vor dem Ergebnis, bei der FPÖ bei 55, sie trat allerdings nur in 96 der 119 Gemeinden an. Die Grünen verloren in 13 der 30 Gemeinden, wo sie kandidierten.

Die Wahlbeteiligung sank von 64,8 (2014) auf nunmehr 63,1 Prozent.




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