Letztes Update am Mo, 11.03.2019 02:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Venezuela-Krise - Guaido bittet Berlin um Hilfe nach Stromausfall



Caracas (APA/dpa/AFP) - Nach dem massiven Stromausfall in Venezuela hat der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaido am Sonntag mehrere Staaten, darunter Deutschland und Japan, um technische Hilfe und Beratung gebeten. Später fügte er hinzu, „Beratungen“ mit Deutschland und Japan hätten es ermöglicht, einen Plan zu erarbeiten, um die Venezolaner von der „Dunkelheit“ zu befreien.

„Im Einklang mit meinen Befugnissen als Übergangspräsident habe ich mich mit Energieexperten in Deutschland, Brasilien, Japan und Kolumbien in Verbindung gesetzt, um sie um technische Unterstützung zu bitten und einen Ausweg aus der Krise zu finden“, sagte Guaido. „Sie sind bereit, uns bei der Lösung der Krise zu begleiten.“

Teile des Landes sind bereits seit Donnerstag von der Elektrizitätsversorgung abgeschnitten. Zahlreiche Geschäfte blieben wegen des Stromausfalls geschlossen, in Caracas funktionierte die Metro nicht, am internationalen Flughafen fielen zahlreiche Flüge aus. Am Montag sollten Beamte, Arbeiter und Schüler erneut zu Hause bleiben.

Nach Angaben der Opposition hatte ein Buschfeuer nahe einer Hochspannungsleitung das Stromnetz kollabieren lassen. Daraufhin schalteten sich die Turbinen im Wasserkraftwerk Guri ab. Die Regierung von Staatschef Nicolas Maduro hingegen machte einen von den USA geplanten Cyberangriff für den Stromausfall verantwortlich.




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