Letztes Update am Mo, 11.03.2019 08:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung leicht höher erwartet



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach dem Rückschlag in der Vorwoche zeichnen sich bei den europäischen Leitbörsen am Montag zu Handelsbeginn wieder leichte Zugewinne ab. Positive Aussagen seitens der USA und China zum Fortgang der Gespräche im Handelskonflikt dürften stützen.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex DAX signalisiert knapp eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenauftakt ein Plus von 0,4 Prozent. Der Euro-Stoxx-50 dürfte ebenfalls leicht im Plus starten und auch der FTSE-100 wurde in London gut behauptet taxiert. An der Wall Street hatten sich die Kurse bereits am Freitag nach dem europäischen Handelsende deutlich erholt. Nun folgte an diesem Morgen auch in Asien eine Reaktion auf die jüngste Kursschwäche.

China äußerte sich am Wochenende positiv über den Verlauf der Verhandlungen im Handelsstreit. Der Wirtschaftsberater des US-Präsidenten Donald Trump, Larry Kudlow, sagte, er halte eine Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit bis April für möglich. Außerdem rückt auch der Brexit wieder in den Fokus, denn am Dienstag stimmt das britische Parlament erneut über den Austrittsvertrag Großbritanniens aus der EU ab.

Ansonsten stehen vor allem Konjunkturdaten aus China, den USA und Europa im Blick. Zuletzt hatten weitere Anzeichen für eine Schwäche der Konjunktur die Kauflust der Anleger gedämpft. Nun wiederum dürften die ersten laut Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die etwas billigeren Kurse bereits wieder zum Einstieg nutzen. „Es gibt zwei Gruppen von Anlegern, die jetzt kaufen“, schrieb er. „Die einen sind die Schnäppchenjäger, die anderen sind jene, die die bisherige Rally verpasst haben und unbedingt noch in den Markt wollen.“

Die Daten zur deutschen Industrieproduktion im Jänner fielen gemischt aus. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag die Produktion des verarbeitenden Gewerbes um 0,8 Prozent unter der im Vormonat. Analysten hatten indes im Schnitt einen leichten Zuwachs erwartet. Zugleich aber wurde die Entwicklung im Dezember nach oben korrigiert.

Unter den Einzelwerten dürften die Blicke im DAX sich vor allem erneut auf die Banken richten, die vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate zwischen 2 und 3 Prozent gewannen, nachdem sie in der Vorwoche wegen des weiter anhaltenden Zinstiefs in Europa deutlich an Wert verloren hatten. Die immer wieder hochkochenden Fusionsspekulationen haben neue Nahrung erhalten: Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ hat der Vorstand der Deutschen Bank beschlossen, Gespräche mit der Konkurrentin Commerzbank aufzunehmen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA084 2019-03-11/08:25




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