Letztes Update am Mo, 11.03.2019 09:41

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung einheitlich im Plus



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Montag einheitlich mit etwas höheren Notierungen in die neue Handelswoche gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.25 Uhr mit plus 0,37 Prozent bei 3.295,75 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,44 Prozent auf 11.507,85 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,70 Prozent auf 7.153,93 Punkte.

Marktbeobachter begründeten die Zugewinne mit positiven Aussagen seitens der USA und China zum Fortgang der Gespräche im Handelskonflikt. Der Wirtschaftsberater des US-Präsidenten Donald Trump, Larry Kudlow, sagte, er halte eine Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit bis April für möglich. Außerdem rückt auch der Brexit wieder in den Fokus, denn am Dienstag stimmt das britische Parlament erneut über den Austrittsvertrag Großbritanniens aus der EU ab.

Auch auf die Übersee-Vorgaben wurde verwiesen: An der Wall Street hatten sich die Kurse bereits am Freitag nach dem europäischen Handelsende erholt. Nun folgte an diesem Morgen auch in Asien eine Reaktion auf die jüngste Kursschwäche.

Ansonsten stehen vor allem Konjunkturdaten aus China, den USA und Europa im Blick. Zuletzt hatten weitere Anzeichen für eine Schwäche der Konjunktur die Kauflust der Anleger gedämpft. Nun wiederum dürften die ersten laut Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die etwas billigeren Kurse bereits wieder zum Einstieg nutzen.

Die deutsche Industrie hat ihre Gesamtproduktion zu Jahresbeginn zurückgefahren, wurde vor Sitzungsbeginn bekannt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag die Produktion des verarbeitenden Gewerbes im Jänner 0,8 Prozent niedriger als im Vormonat. Analysten hatten dagegen im Mittel einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet. Impulse könnten auch die am Nachmittag anstehenden Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen bringen.

Nach dem Kursrutsch der Vorwoche zeigten sich die Papiere der Commerzbank und der Deutschen Bank erholt: Die Bankentitel gewannen 3,6 bzw. 1,2 Prozent. In der Vorwoche mussten sie nach dem verlängerten Niedrigzinsversprechen der Europäischen Zentralbank (EZB) mit minus 10 und minus 6 Prozent kräftig Federn lassen.

Nun goss ein Bericht der „Welt am Sonntag“ neues Öl ins Feuer bestehender Fusions-Spekulationen: Die Zeitung erfuhr aus Finanzkreisen, dass der Vorstand des größten deutschen Geldhauses beschlossen habe, Gespräche mit dem Konkurrenten aufzunehmen. Es habe bereits „inoffizielle Kontakte in sehr kleiner Runde gegeben“, die allerdings noch nicht in einem Stadium seien, in dem sie mitteilungspflichtig seien. Sprecher beider Geldhäuser wollten den Bericht am Samstag nicht kommentieren.

Auch im Euro-Stoxx-50 fanden sich einige Bankwerte unter den größeren Gewinnern. So zogen Societe Generale um 1,3 Prozent an und BNP Paribas verbesserten sich um gut ein Prozent. Intesa SanPaolo legten um 0,9 Prozent zu.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA120 2019-03-11/09:37




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