Letztes Update am Mo, 11.03.2019 10:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Börse Frankfurt am Vormittag freundlich



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach dem Rückschlag in der Vorwoche hat der DAX am Montagvormittag wieder Gewinne verbucht. Dabei kämpft er aktuell um die psychologisch wichtige Marke von 11.500 Punkten. Positive Aussagen seitens der USA und China zum Fortgang der Gespräche im Handelskonflikt stützten.

Im frühen Handel rückte der deutsche Leitindex um 0,24 Prozent auf 11.485,60 Punkte vor. Vergangene Woche noch hatte das Börsenbarometer einen etwas mehr als einprozentigen Verlust verbucht. Die 200-Tage-Linie, die als Wegweiser für den längerfristigen Trend gilt, war nicht zu überwinden. Der MDAX, der Index der mittelgroßen Werte, stieg am Montagmorgen um 0,49 Prozent auf 24.420,44 Zähler.

China äußerte sich am Wochenende positiv über den Verlauf der Verhandlungen. Seitens der Vereinigten Staaten sagte der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, bis April sei eine Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit möglich. Außerdem rückt auch der Brexit wieder in den Fokus, denn an diesem Dienstag stimmt das britische Parlament erneut über den Austrittsvertrag Großbritanniens aus der EU ab.

Ansonsten stehen vor allem weltweite Konjunkturdaten im Blick. Zuletzt hatten weitere Anzeichen für eine schwächere Weltwirtschaft die Kauflust der Anleger gedämpft. Nun wiederum dürften die ersten Anleger laut Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die etwas billigeren Kurse erneut zum Einstieg nutzen. Dabei gebe es zwei Gruppen, die aktuell kauften, schrieb er. „Die einen sind die Schnäppchenjäger, die anderen sind jene, die die bisherige Rally verpasst haben und unbedingt noch in den Markt wollen.“

Die Daten zur deutschen Industrieproduktion im Jänner fielen indes gemischt aus. Die Produktion des verarbeitenden Gewerbes lag um 0,8 Prozent unter der im Vormonat. Analysten hatten indes im Schnitt einen leichten Zuwachs erwartet. Zugleich aber wurde die Entwicklung im Dezember nach oben korrigiert. Zudem wurden etwas besser als erwartete Exportdaten veröffentlicht: Die Ausfuhren der deutschen Wirtschaft staginierten im Jänner auf Dezember-Niveau, während Analysten im Mittel mit einem Rückgang gerechnet hatten.

Unter den Einzelwerten richteten sich die Blicke erneut auf die Banken. Die Papiere der Commerzbank gewannen 4,5 Prozent und die der Deutschen Bank 2,7 Prozent. Allerdings hatten sie in der vergangenen Woche wegen des weiter andauernden Zinstiefs in Europa deutlich an Wert verloren. Nun gaben wieder hochkochende Fusionsspekulationen den Kursen neue Nahrung. Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ gab es zwischen beiden erste „inoffizielle Kontakte in sehr kleiner Runde“. Wie die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise weiter berichtete, sind diese allerdings noch nicht in einem mitteilungspflichtigen Stadium. Sprecher beider Geldhäuser wollten dies am Samstag nicht kommentieren.

Um knapp 1 Prozent legte die „Aktie Gelb“ zu. Wie erwartet kann sich die Deutsche Post der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge auf einen womöglich deutlichen Anstieg ihres Briefporto freuen. Das Bundeskabinett will am Mittwoch eine neue „Post-Entgeltregulierungsverordnung“ verabschieden, schrieb die „FAZ“. Änderungen an dem vom Bundeswirtschaftsministerium vorbereiteten Entwurf habe es in der Ressortabstimmung nicht mehr gegeben.

Die Anteile der Immobiliengesellschaft LEG stachen neben denen der Commerzbank im MDAX hervor. Kurzzeitig war ihnen nach am Wochenende vorgelegten Zahlen und einem angekündigten Wechsel im Vorstand der Sprung bis auf 106,50 Euro gelungen. Doch da liegt charttechnisch betrachtet ein massiver Deckel. Bereits seit Ende August 2018 und Anfang Februar war die Aktie bis in den Bereich um 106/107 Euro vorgedrungen, hatte aber den Sprung darüber nicht geschafft. Nun ging es zuletzt nur noch um 1,7 Prozent auf 104 Euro hoch.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA132 2019-03-11/09:59




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