Letztes Update am Mo, 11.03.2019 12:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich freundlich



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag zu Mittag einheitlich freundlich tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,22 Prozent auf 3.290,92 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.00 Uhr mit 11.485,35 Punkten und plus 0,24 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gewann um 0,78 Prozent und steht nun bei 7.159,52 Stellen.

Marktbeobachter begründeten die Zugewinne mit positiven Aussagen seitens der USA und China zum Fortgang der Gespräche im Handelskonflikt. Der Wirtschaftsberater des US-Präsidenten Donald Trump, Larry Kudlow, sagte, er halte eine Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit bis April für möglich.

Außerdem rückt auch der Brexit wieder in den Fokus, denn am Dienstag stimmt das britische Parlament erneut über den Austrittsvertrag Großbritanniens aus der EU ab. Impulse könnten auch die am Nachmittag anstehenden Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen bringen.

Europaweit richteten sich die Blicke auf den Bank-Sektor. In Frankfurt gewannen die Papiere der Commerzbank 3,8 Prozent und die der Deutschen Bank 1,6 Prozent. Allerdings hatten sie in der vergangenen Woche wegen des weiter andauernden Zinstiefs in Europa deutlich an Wert verloren. Nun gaben wieder hochkochende Fusionsspekulationen den Kursen neue Nahrung. Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ gab es zwischen beiden erste „inoffizielle Kontakte in sehr kleiner Runde“.

Zu neuen Spekulationen über einen womöglich bevorstehenden Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank gesellten sich die bestätigten Fusionsgespräche der britischen OneSavings Bank und der Charter Court Financial Services Group. Die Papiere der beiden Unternehmen zogen jeweils um rund zehn Prozent an.

In Zürich konnten UBS knapp ein Prozent an Wert zulegen. Die UBS hat einen Rechtsstreit über die Rolle der Bank bei der Begleitung von Börsengängen in Hongkong beigelegt. Details der Einigung gab die zuständige Regulierungsbehörde SFC am Montag zunächst nicht bekannt. Für die Schweizer Großbank dürfte damit eine monatelange Unsicherheit enden, ob sie Börsengänge in Hongkong weiterhin federführend begleiten darf.

Auch im Euro-Stoxx-50 fanden sich einige Finanzwerte unter den größeren Gewinnern. So zogen Societe Generale zu Mittag um 1,6 Prozent an und ING Groep konnten sich um 1,7 Prozent steigern. BNP Paribas verbesserten sich um 0,9 Prozent.

Die Verliererliste im Euro-Stoxx-50 wurden hingegen von Safran mit einem Minus von knapp zwei Prozent angeführt. Der Absturz einer Boeing 737 der Ethiopian Airlines setzt dem französischen Flugzeug-Zulieferer zu. Die Franzosen bauen die Turbinen, die in der Unglücksmaschine vom Typ 737-Max zum Einsatz kamen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA242 2019-03-11/12:13




Kommentieren