Letztes Update am Mo, 11.03.2019 15:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flugzeugabsturz in Äthiopien - Ärztekammer trauert um drei Kollegen



Wien/Addis Abeba/Linz (APA) - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) hat betroffen auf den Flugzeugabsturz in Äthiopien von Sonntagfrüh reagiert, bei dem drei österreichische Mediziner ums Leben gekommen sind. „Der Tod der drei jungen Kollegen, die in Ausübung ihrer medizinischen Aufgaben unterwegs waren, erfüllt mich mit großem Schmerz und Betroffenheit“, teilte ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres am Montag in einer Aussendung mit.

„Die Anteilnahme der gesamten Ärztekammer gilt den Angehörigen der Opfer, denen wir in diesen schweren Stunden unser aufrichtiges Beileid aussprechen und viel Kraft wünschen möchten“, betonte Szekeres. Bei dem Absturz der Ethiopian-Airlines-Maschine waren alle 157 Menschen an Bord getötet worden, darunter ein in Oberösterreich geborener und tätiger Mediziner im Alter von 31 Jahren, ein aus Niederösterreich stammender 31-Jähriger, der im Landeskrankenhaus Steyr gearbeitet hatte und ein 30 Jahre alter gebürtiger Kärntner, der an der MedUni Wien beschäftigt war. Sie wollten von Addis Abeba mit einer Zwischenlandung in Nairobi nach Sansibar fliegen, um dort laut österreichischem Außenministerium medizinisch zu arbeiten.

Die Medizinische Universität (MedUni) Wien zeigte sich in einer Stellungnahme auf ihrer Internetseite „zutiefst erschüttert“ vom Tod ihres 30-jährigen Kollegen. Er sei nach dem Abschluss seines Studiums an der MedUni Wien als Assistenzarzt an der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Universitätsklinik für Innere Medizin III, tätig gewesen und kurz vor dem Abschluss seiner Facharztausbildung gestanden.

Der Mediziner habe sich „trotz seiner Jugend auf dem Gebiet der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Zöliakie bereits auf nationaler als auch internationaler Ebene einen hervorragenden Ruf erarbeitet“ gehabt. „Er hat als Mitglied der Europäischen Crohn und Colitis Organisation (ECCO) die Nachwuchsforschung vertreten und war in Klinik, Wissenschaft und Lehre sehr erfolgreich tätig“, schrieb der Leiter der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Michael Trauner. Der Familie gelte tiefstes Mitgefühl und Anteilnahme.




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