Letztes Update am Mo, 11.03.2019 16:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Preußische Schlösser beklagen Besucherschwund und Vandalismus



Potsdam (APA/dpa) - Die Preußischen Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg kämpfen mit Besucherschwund und Vandalismus. Der neue Stiftungsdirektor Christoph Martin Vogtherr sieht Handlungsbedarf: „Wir müssen eine zeitgenössische Sprache der Vermittlung finden“, sagte er am Montag in Berlin.

In den vergangenen zehn Jahren verzeichneten die zum Weltkulturerbe zählenden Einrichtungen einen Rückgang der Besucherzahlen von etwa 20 Prozent auf knapp 1,66 Millionen (2018). Gleichzeitig verhalten sich die Besucher in Gärten und Schlössern anders als früher. Vogtherr sprach von „weniger Respekt“, was etwa beim Umgang mit Müll zu beobachten sei. Für dessen Beseitigung sind die Kosten angestiegen. „Geändertes Verhalten“ im Umgang mit der Natur mache zudem viele Nachpflanzungen erforderlich. „Das bildungsbürgerliche Publikum kann man nicht mehr voraussetzen.“

Zur Stiftung zählen unter anderem Schloss und Park Sanssouci, das Neue Palais und Schloss Cecilienhof in Potsdam sowie das Schloss Charlottenburg in Berlin. Vogtherr hat im Februar sein neues Amt als Generaldirektor der Stiftung angetreten.




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