Letztes Update am Di, 12.03.2019 10:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schweizer Bundesamt verbot Ju-Air kommerzielle Passagierflüge



Bern (APA/sda) - Die Schweizer Ju-Air wird definitiv nicht mehr mit zahlenden Passagieren abheben können. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) entzog dem Verein mit seinen historischen Maschinen vom Typ Junkers Ju-52 die Genehmigung für kommerzielle Flüge. Am 4. August 2018 waren bei einem Absturz eines der Flugzeuge alle 20 Insassen ums Leben gekommen, darunter ein Ehepaar aus Niederösterreich mit seinem Sohn.

Weiterhin anbieten kann Ju-Air Passagierflüge für seine Vereinsmitglieder im privaten Rahmen, wie das BAZL am Dienstag mitteilte. Damit will das Amt den Angaben zufolge den Weiterbetrieb auch größerer historischer Flugzeuge ermöglichen.

Die zwei Oldtimer des Typs Junkers Ju-52 der Ju-Air müssen aber vorerst am Boden bleiben. Diverse vom BAZL geforderte Maßnahmen seien noch nicht vollständig definiert und umgesetzt. Für den kommerziellen Weiterbetrieb mit Passagieren erfüllen die Oldtimer die heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr. Diesen Schluss stützte das BAZL auch mit Erkenntnissen aus der Untersuchung des Absturzes beim Piz Segnas im Vorjahr.




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