Letztes Update am Di, 12.03.2019 12:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Segeln: Neuer OeSV-Sportdirektor Schmid: „Müssen flexibler werden“



Wien (APA) - Seit der vergangenen Woche führt Matthias Schmid das Trainer- und Betreuerteam des Österreichischen Segelverbandes (OeSV) als Sportdirektor an. Der 38-jährige Wiener tritt damit in die großen Fußstapfen von Georg Fundak, der in der Vorwoche überraschend um seine Pensionierung ersucht hatte. „In Zukunft müssen wir deutlich flexibler werden“, erklärte Schmid am Dienstag in einer Verbandsaussendung.

Damit sprach der dreifache Olympia-Teilnehmer in der 470er-Klasse (2008, 2012 und 2016) die wohl größte Herausforderung für eine verhältnismäßig kleine Segelnation wie Österreich an, da sich die Klassen des olympischen Segelsports in Zukunft „vielleicht öfter verändern“ werden. „Das bedeutet für uns, dass wir auf eine noch bessere Grundausbildung setzen müssen. Denn es wird immer schwieriger, sich langfristig zu spezialisieren“, betonte Schmid.

„Die Arbeit des Sportdirektors ist, die Strukturen und Voraussetzungen zu schaffen, die notwendig sind, um erfolgreich zu sein und den Sportlern alle Möglichkeiten zu geben, damit sie weiterkommen. Es gilt gemeinsam den besten Weg herauszufinden und zu bestreiten, klar und deutlich zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzubessern. Ein Erwartungsdruck ist da“, gestand Schmid mit Blick auf Fundaks so erfolgreiche Arbeit über fast dreieinhalb Jahrzehnte.

„Georg hat über 34 Jahre im Segelverband Tag und Nacht gearbeitet. Er hat sein Leben, all seine Energie, hineingesteckt und hatte maßgeblichen Anteil an den großen Erfolgen, von EM- und WM-Titeln bis hin zu den Olympia-Medaillen“, würdigte Schmid nochmals die Leistungen seines Vorgängers. „Ich habe viel von ihm gelernt, er hat mich persönlich weitergebracht.“ Schmid sei deshalb „überzeugt, dass ich weiß, was den Erfolg des Fundak-Systems ausmacht“.




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