Letztes Update am Di, 12.03.2019 12:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steirischer Landtag: Grüne wollen rasch 365-Euro-Öffi-Jahresticket



Graz (APA) - Die steirischen Grünen wollten am Dienstag in der Landtagssitzung von Verkehrs- und Umweltlandesrat Anton Lang (SPÖ) wissen, ob und wann die Einführung eines 365-Euro-Jahresticket für die Steiermark komme. Lang blieb in der Beantwortung geneigt-unbestimmt: Er werde sich „entsprechend der Beschlüsse im Ausschuss für Petitionen fristgerecht im Rahmen einer Regierungsstellungnahme äußern“.

Auf Nachfrage von Grünen-Klubchef Lambert Schönleitner schärfte Lang kaum nach. Schönleitner wollte erfahren, bis wann Lang das neue Tarifsystem, das offenbar auch eine günstige Jahreskarte umfasse, vorlegen wolle. Dies sei allein aufgrund der Größe des Steirischen Verkehrsverbundes mit über 50 Unternehmen nicht leicht, sagte der Landesrat. Er werde es „zeitgerecht vorlegen“.

Schönleitner hatte zum 365-Euro-Jahresticket zuvor gesagt, Wien und Vorarlberg hätten es schon umgesetzt. „Mittlerweile steigt der Druck der Bevölkerung und auch von Gemeinden, die rund 57.000 Menschen umfassen“, sagte der Grünen-Klubchef in der Begründung der Befragung Langs. Es gehe darum, Maßnahmen angesichts des Klimawandels und zur Verbesserung der Luftqualität zu treffen.

Die vorhandenen Mittel des Verkehrsressorts würden vorrangig für den Ausbau des Öffi-Verkehrs eingesetzt - vor allem dort, wo es bisher keine Angebote gegeben habe, sagte Landesrat Lang. Dies reiche von der Einführung neuer S-Bahn-Linien, der Regio-Bus-Offensive und vor allem im ländlichen Raum bis zur Einführung eines Mikro-ÖV-Systems. Der Öffentliche Verkehr sei in vielen Bereichen mittlerweile deutlich günstiger als der Gebrauch des eigenen Autos. Neben dem Ausbau des ÖV gebe es parallel „sehr konkrete Überlegungen zu einem zielgruppen- und bedarfsorientierten Tarifsystem“. Dies betreffe zum Beispiel „Jahreskartenbesitzerinnen und -besitzer, Pendlerinnen und Pendler, Seniorinnen und Senioren oder auch Studierende und weitere“. Die Überlegungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen.




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