Letztes Update am Di, 12.03.2019 13:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburg-Wahlen Stadt - SPÖ-Auinger: Können Ruder noch herumreißen



Salzburg (APA) - Zwei Tage nach den Kommunalwahlen in der Stadt Salzburg zeigt sich SP-Spitzenkandidat Bernhard Auinger für die Stichwahl am 24. März zuversichtlich. Nach dem ersten Wahlgang habe er viele Rückmeldungen bekommen, dass es bei der Machtfülle, mit der die ÖVP nun ausgestattet ist, einen Bürgermeister brauche, der das Machtverhältnis austariert, sagte der Vizebürgermeister am Dienstag vor Journalisten.

Amtsinhaber Harald Preuner (ÖVP) erzielte am Sonntag mit 41,3 Prozent einen klaren Vorsprung vor seinem SPÖ-Vize, der 30,7 Prozent der Stimmen erhielt. Auinger erinnerte an die Wahlen 2009, bei denen Preuner vor der Stichwahl schon 19 Prozentpunkte hinter Bgm. Heinz Schaden (SPÖ) zurückgelegen war, den Rückstand im 2. Durchgang aber dann noch auf sieben Prozentpunkte verkleinern konnte. „Mit diesem Team und den besseren Fans können wir das Ruder noch herumreißen, zu Beginn der zweiten Runde steht es wieder 0:0“, gab er sich zuversichtlich.

„Die Salzburger müssen sich jetzt entscheiden, ob sie einen Bürgermeister wollen, der nur verwalten will, oder einen, der anpackt und sich für die Menschen einsetzt.“ Auinger will in den verbleibenden zwölf Tagen noch die inhaltlichen Unterschiede zwischen ihm und Preuner klarer hervorheben. Unter anderem möchte er die Belastung durch den Fluglärm thematisieren: Die Hälfte der Flugzeuge wähle inzwischen die Südroute, wo 13.000 Menschen in Salzburg vom Lärm massiv belastet seien, während die Nordroute über Freilassing in Bayern nur 35 Häuser in der 65-Dezibel-Zone betreffe. „Wer vertritt hier die Interessen der Salzburger? Das erwarte ich mir vom Bürgermeister.“ Doch der habe trotz seines monatlichen Treffens mit dem Freilassinger Amtskollegen nichts unternommen.

Die Gründe für die Wahlschlappe der SPÖ - sie fiel erstmals in der Nachkriegszeit auf Platz 2 hinter der ÖVP zurück - wollen die Sozialdemokraten nach der Stichwahl mit professioneller Begleitung „schonungslos aufarbeiten“ und danach die notwendigen Schlüsse ziehen, „um 2024 wieder auf die Erfolgsspur zurückzufinden“. Die inhaltliche Analyse soll bis zur Konstituierung des Gemeinderates bereits erledigt sein.

Verstärkt um Stimmen werben will die SPÖ nun noch in den dicht besiedelten Stadtteilen, die lange die roten Hochburgen waren, und wo zuletzt nur mehr jeder Dritte seine Stimme abgab, während in den „wohlhabenden“ Stadtteilen die Wahlbeteiligung deutlich höher lag: „Wir wollen ihnen klar machen, dass nicht die Menschen in Aigen darüber entscheiden sollen, was in Lehen passiert.“

~ WEB http://www.spoe.at ~ APA301 2019-03-12/13:11




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