Letztes Update am Di, 12.03.2019 13:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Berliner Sammlerfamilie übergab Chipperfield-Haus an Preußenstiftung



Berlin (APA/dpa) - Nach einigem Zögern hat die Berliner Sammlerfamilie Bastian ihr Chipperfield-Haus an die Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergeben. Den Übergang markierte am Dienstag in Berlin ein Festakt in dem futuristischen Galeriehaus an der Museumsinsel. Künftig soll es ein kulturelles Bildungszentrum vor allem für junge Leute werden, in dem Museumsbesuche vor- und nachbereitet werden können.

Stiftungspräsident Hermann Parzinger freute sich den Angaben zufolge über ein „außerordentliches Engagement“. Damit könne die Museumsinsel zu einem Ort für neue Wege der Bildungsarbeit gemacht werden. „Wir begreifen dies als riesige Chance.“ Der Bau stammt von David Chipperfield. Der britische Stararchitekt hat auch genau gegenüber die James-Simon-Galerie gebaut, das neue zentrale Eingangsgebäude der Museumsinsel.

Nach der Fertigstellung 2007 wurde das Chipperfield-Haus mit einer Ausstellung des britischen Künstlers Damien Hirst eröffnet. Die aktuell präsentierten Arbeiten unter anderem von Joseph Beuys und Anselm Kiefer sind noch bis Samstag zu sehen, bevor alles abgehängt wird.

Um das rund 2.000 Quadratmeter große Haus hatte es einiges Hin und Her gegeben. Das Gebäude sollte ursprünglich schon 2016 an die Preußenstiftung gehen. Damals hieß es, der schwäbische Schrauben-Unternehmer und Kunstsammler Reinhold Würth werde den Ankauf finanzieren. Wenige Tage später jedoch kündigte die Familie Bastian an, sie wolle der Stiftung das Haus nun selbst schenken. Später zogen die Eigentümer das Angebot überraschend wieder zurück - um einige Monate darauf ihr ursprüngliches Versprechen dann doch noch wahr zu machen.




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