Letztes Update am Di, 12.03.2019 16:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: Kovac plant gegen Liverpool mit Alaba, aber ohne „Waldfee“



Barcelona/München (APA/dpa) - Mit einem wieder fitten David Alaba geht Bayern München am Mittwoch (21.00) ins Champions-League-Achtelfinalrückspiel gegen Liverpool. Nach dem 0:0 im Hinspiel ist zuhause die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive gefragt. „Wir können nicht erwarten, dass wir die Maske abreißen und Holla die Waldfee nach vorne marschieren und vielleicht ins Verderben“, sagte Bayern-Coach Niko Kovac.

Ein erneutes torloses Remis, das eine Verlängerung nach sich ziehen würde, erwartet Kovac nicht. „Wenn wir weiterkommen möchten, müssen wir gewinnen“, sagte der ehemalige Salzburger Co-Trainer. Neben Alaba, der am vergangenen Wochenende in der deutschen Bundesliga den 6:0-Kantersieg über Wolfsburg wegen einer Sehnenreizung verpasst hatte, soll gegen Liverpool auch Kingsley Coman nach einem Muskelfaserriss wieder mitwirken.

Kovacs Gegenüber Jürgen Klopp kehrt nach München zurück, wo er als Trainer von Borussia Dortmund schon große Momente erlebt hat. Bei seiner letzten Dienstreise mit dem BVB nach München, setzte man sich 2015 im Cup-Halbfinale durch, der Coach war beim Jubellauf nicht mehr zu halten gewesen. Wieder einmal hatte er die Bayern „dahoam“ geärgert, ähnlich wie bei seinem Meisterstück 2011, als gar die Brille zu Bruch ging.

Dass es am Donnerstag zu ähnlichen Szenen kommt, müssen seine „Reds „ allerdings „überragend“ agieren, betonte Klopp: „Wenn wir da ein normales Spiel machen, dann haben wir keine Chance und sollten rausfliegen.“ Dass die Bayern in den vergangenen Wochen immer besser in Schwung kamen, ist dem 51-Jährigen natürlich nicht verborgen geblieben. „Es ist gerade ein sehr viel positiverer Moment für Bayern - (sie sind) an der Spitze der Tabelle, sie gewinnen Spiele wieder locker und all das“, erklärte Klopp. „Das gefällt mir. Nicht weil ich denke, dass es leichter wird, sondern weil dir schon bei der Analyse klar wird, wie stark sie sind.“

Genau umgekehrt läuft es 2019 für Liverpool. Einen Sieben-Punkte-Vorsprung auf Titelverteidiger Manchester City verspielte der 18-fache Meister und liegt nun einen Zähler hinter der Elf von Pep Guardiola. Dabei ist die erste Meisterschaft seit 1990 die viel größere Sehnsucht einer ganzen Stadt, dafür würde Superstar Mohamed Salah sogar auf die Festtage in Europa verzichten. „Ich will ganz ehrlich sein“, sagte er, „der prestigeträchtigste Wettbewerb ist für mich die Champions League. Aber der Traum der ganzen Stadt und des Vereins ist die (englische) Liga, deshalb bin ich gern bereit, meinen Traum für ihren Traum zu opfern.“




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