Letztes Update am Di, 12.03.2019 17:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Boeing-Absturz - Zahlreiche Start- und Landeverbote für 737 Max 8



Wien/Addis Abeba/Europa-weit (APA/dpa) - Nach zwei Abstürzen innerhalb weniger Monate wenden sich viele Airlines und Luftfahrtbehörden aus Furcht vor einem technischen Problem vom neuen Flugzeugtyp Boeing 737 Max 8 ab. Etwa die Hälfte der rund 350 seit 2017 ausgelieferten Maschinen bleibt infolge des Flugzeugabsturzes in Äthiopien am Sonntag mit 157 Toten inzwischen am Boden. In machen Ländern - wie Österreich - ist die gesamte Max-Serie betroffen. Ein Überblick:

- Mehrere Länder haben ein Startverbot gegen den Flugzeugtyp Boeing 737 Max 8 oder die gesamte Serie der 737 Max-Flieger verhängt. Darunter sind neben Österreich, Deutschland, Frankreich, Irland, Großbritannien, Italien, Niederlande, China, Indonesien, Singapur, Australien, Malaysia und der Oman. Allein in China sind von dem Verbot knapp 100 Flugzeuge betroffen. In Österreich haben sich keine Max-Maschinen befunden.

- Die US-Luftfahrtbehörde FAA, in deren Aufsichtsbereich 74 der Boeing 737 Max 8 im Einsatz sind, hat kein Startverbot ausgesprochen.

- Seit Montag haben sich mehrere Fluggesellschaften entschieden, die Maschinen vorsichtshalber am Boden zu lassen. Mehr als 60 Flugzeuge vom Typ Boeing 737 Max 8 sind daher zeitweise nicht im Betrieb. Dazu gehören: Norwegian (18 Flugzeuge), der Reisekonzern Tui (15), die mexikanische Airline Aeromexico (6), Aerolineas Argentinas (5), Ethiopian Airlines (4), Icelandair (3), Cayman Airways (2) aus der Karibik, die südkoreanische Airline Eastar (2), die brasilianische Gol (7), Südafrikas Comair (1) sowie die Turkish Airlines (12).

- Andere Airlines wie die US-Fluggesellschaften Southwest Airlines, American Airlines und auch die kanadische Air Canada halten bisher an den Flugzeugen fest.

(Aktualisierte Fassung)

~ ISIN US0970231058 WEB http://www.boeing.com/ ~ APA537 2019-03-12/17:51




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