Letztes Update am Mi, 13.03.2019 10:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Überschwemmungen in Mosambik - Bisher schon mehr als 60 Tote



Maputo (APA/AFP) - Seit Tagen anhaltender sintflutartiger Regen und Überflutungen haben in Mosambik mehr als 60 Menschen das Leben gekostet und tausende Häuser zerstört. Weitere schwere Zerstörungen dürfte ein heraufziehender tropischer Wirbelsturm mit sich bringen, teilte Regierungssprecherin Ana Comoana am Dienstagabend mit.

Die Regierung rief die höchste Alarmstufe aus und ordnete die Zwangsevakuierung aller von Zyklon Idai betroffenen Regionen an. Die Zahl der Toten wurde nach ihrer abendlichen Kabinettssitzung drastisch nach oben angehoben. Nach Angaben von Sprecherin Comoana kamen bisher mindestens 66 Menschen durch Überschwemmungen im Zentrum und Norden des Landes ums Leben, Zehntausende wurden von den Überflutungen vertrieben. Knapp 6.000 Häuser sowie 18 Krankenhäuser wurden demnach zerstört ebenso wie 168.000 Hektar Ackerland. Insgesamt seien bisher mehr als 140.000 Menschen betroffen, sagte Comoana.

Zusätzliche Sorge bereitet den Behörden der heraufziehende Wirbelsturm, der am Donnerstag oder Freitag den südafrikanischen Staat erreichen dürfte. In den Provinzen Zambezia am Indischen Ozean und Tete seien 16 Auffanglager eingerichtet worden.

Das Land könne die Herausforderung allein nicht stemmen, sagte Comoana. Demnach benötigen die Behörden allein zur Unterstützung von rund 80.000 betroffenen Familien umgerechnet 14 Millionen Euro. Mosambik zählt zu den ärmsten Staaten der Welt.




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