Letztes Update am Mi, 13.03.2019 11:01

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lagerfeld-Verwandtschaft in den USA erwartet nichts vom Erbe



Hamburg (APA) - Die Verwandtschaft des verstorbenen Modezaren Karl Lagerfeld in den USA erwartet nichts vom Erbe. Zwischen dem Designer und seiner Schwester Christiane, die 1957 ausgewandert war, herrschte mehr als 40 Jahre lang Funkstille. „Sie hat nie über ihren Bruder gesprochen“, zitierte die „Gala“ Floy Berentsen, eine Freundin aus ihrer ehemaligen Kirchengemeinde in Connecticut.

Als Christiane 2015 im Alter von 84 Jahren starb, sei es ihr ausdrücklicher Wunsch gewesen, dass ihr Bruder nicht in der Traueranzeige erwähnt wird, sagte auch Pastorin Beth Anderson. Diese Distanz hatte in der Familie nicht immer geherrscht. Einem inzwischen auch schon verstorbenen Sohn gab Lagerfelds Schwester den Namen Karl Arthur, wie die Zeitschrift im Voraus aus ihrer am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtete.

Drei ihrer Kinder leben noch, doch auch zu ihnen hatte Lagerfeld keinen Kontakt. „Wir kannten Karl nicht wirklich“, erklärte seine 59-jährige Nichte Caroline Wilcox gegenüber „Gala“. „Daher erwarten wir auch nichts.“ Karl Lagerfeld starb am 19. Februar. Er hinterließ laut der Zeitschrift Vermögenswerte in Höhe von geschätzt 400 Millionen Euro.




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